Füge Glauben, Hoffnung und Liebe hinzu

Autor: Zeugnis

„Wenn wir wollen, dass unser Leben wirklich sinnerfüllt ist, so wie ihr es wünscht und verdient, dann sage ich jedem und jeder von euch: »Füge Glauben hinzu« und das Leben wird einen neuen Geschmack haben“ (Papst Franziskus).

Wenn ein gutes Gericht zubereitet wird“, sagt Papst Franziskus und benutzt einen Vergleich, „und du merkst, dass Salz fehlt, dann »tust« du noch Salz dazu; fehlt Öl, dann »tust« du noch Öl dazu … »Dazutun«, d. h. einbringen, eingießen. So ist es auch in unserem Leben, liebe junge Freunde. Wenn wir wollen, dass es wirklich sinnerfüllt ist, so wie ihr es wünscht und verdient, dann sage ich jedem und jeder von euch: »Füge Glauben hinzu« und das Leben wird einen neuen Geschmack haben, das Leben wird einen Kompass haben, der die Richtung anzeigt. »Füge Hoffnung hinzu«  und jeder deiner Tage wird hell sein, und dein Horizont wird nicht mehr düster, sondern klar sein. »Füge Liebe hinzu«  und dein Leben wird wie ein Haus sein, das auf Fels gebaut ist, dein Weg wird voll Freude sein, denn du wirst viele Freunde treffen, die mit dir gehen. Füg Glauben, Hoffnung und Liebe hinzu! (…)  »Füge Christus hinzu«:  Er nimmt dich an im Sakrament der Vergebung, mit seiner Barmherzigkeit heilt er alle Wunden der Sünde. Hab keine  Angst, Gott um Vergebung zu bitten. Denn wie ein Vater, der uns liebt, wird er nie müde zu vergeben. Gott ist reine Barmherzigkeit! (…) Auch du, lieber Jugendlicher, liebe Jugendliche, kannst ein froher Zeuge seiner Liebe, ein mutiger Zeuge seines Evangeliums sein, um in diese Welt ein wenig Licht zu bringen.“

Viele von denen, die Mitglieder der Bewegung der Reinen Herzen sind, haben den Geschmack des neuen Lebens gekostet. Nachfolgend zwei von vielen Zeugnissen, die unsere Redaktion erreicht haben:

Die fehlende Liebe meines Vaters hat mein Leben durcheinandergebracht … Ich erinnere mich gar nicht mehr daran, wann alles eigentlich angefangen hat. Ich war ungefähr 12 Jahre alt. Da hat der Satan mir die Sünde der Selbstbefriedigung nahegebracht. Zunächst wusste ich gar nicht, wie schlecht das war, was ich tat … Ganz im Gegenteil, ich wunderte mich über diejenigen, die in Reinheit lebten. Plötzlich merkte ich aber, dass ich mich dermaßen dem Vergnügen hingegeben hatte, dass es begann, über mich zu herrschen. Obwohl ich zur Beichte ging, hatte ich Angst, diese Sünde zu bekennen. Bis sich mein Gewissen regte und schrie. Ich fühlte eine Schwere, die Angst lähmte mich. Gleichzeitig spürte ich jedoch, dass mich Jemand zur Quelle der göttlichen Barmherzigkeit führte. Kurz darauf fasste ich den Entschluss, in Reinheit zu leben. Und es passierte: Jesus hat ein Wunder an mir getan, wie bei der Tochter des Jairus. Er sagte: „Steh auf!“ Jesus hat mir ein neues Herz und eine neue Schönheit der Seele gegeben. Er hat Seine Liebe in sie eingegossen. Nur dank Ihm lebe ich schon beinahe drei Jahre in Reinheit. Jesus hat mich neu geschaffen. Er und Maria haben eine wertvolle Frau aus mir gemacht. Das, was ich heute bin, habe ich nur Gott zu verdanken. Ich habe keinen wertvollen Schmuck erhalten, auch kein Haus mit einem Swimmingpool oder Geld, sondern etwas viel Wertvolleres, was ich um nichts in der Welt wieder weggeben würde. Ich habe das Leben bekommen – ein reines, mit Gottes Liebe erfülltes Leben. Habt keine Angst, Jesus zu vertrauen, Er kann aus zerrissenen Fäden das schönste Gewand weben …

Eine Leserin

Familiäre Probleme waren die Ursache meiner inneren Verlorenheit: Die Selbstbefriedigung machte mich kaputt, ich war geistig gesehen tot. Diese Sünde entstellt die Persönlichkeit und den Charakter. Sie beeinflusst alle Bereiche des Lebens und verwüstet sie. Selbstbefriedigung zerstört die Psyche, erhöht den Egoismus und bewirkt, dass man sich vollkommen in sich selbst verschließt. Es kam jedoch die Zeit, wo ich anfing, dagegen anzukämpfen. Es gelang mir überhaupt nicht, weil ich versuchte, es alleine zu schaffen. Ich beschloss, zur Kirche zurückzukehren, doch dies war sehr schwierig, denn ich schämte mich für mich selbst … Zur Beichte zu gehen, kostete mich sehr viel Überwindung. Im Internet fand ich eine Seite mit geistiger Hilfestellung, wo sich sehr viele Artikel und Zeugnisse über die Reinheit befanden. Ich las sie alle und fügte auch einen Kommentar meinerseits bei, der mein Problem schilderte, und ich gab auch meine E-Mailadresse an. Eines Tages schrieb mir ein Mädchen. Ich befreundete mich mit ihr. Ich habe Glück gehabt, ihr zu begegnen, denn sie gehört zur Bewegung der Reinen Herzen. Sie war es, die mich dazu überredete, mich anderen Menschen anzuschließen, die auch für die Reinheit kämpfen. Jetzt fühle ich mich nicht mehr so einsam. Ein Gespräch mit einem anderen Menschen kann sehr gute Früchte bringen.

Ich erinnere mich noch daran, dass es mir sehr schwer fiel, diese Sünde erstmals zu beichten, aber ich traf auf einen sehr guten Beichtvater. Nach dieser Beichte schöpfte ich neue Kräfte und war motiviert, gegen die Begierlichkeit zu kämpfen. Ich weihte mich Jesus, indem ich das Weihegebet der Bewegung der Reinen Herzen betete. Ich verstand nun, dass die Beichte notwendig ist und man sofort beichten muss, sobald man schwere Sünden hat. Bei dem Kampf gegen das Böse brauche ich Christus. Er ist ein Meister der unmöglichen Dinge und kümmert sich um mich: „Sogar mein Vater und meine Mutter haben mich verlassen, aber der Herr nimmt mich auf“ (Ps 27,10). Durch den Eintritt in die Bewegung der Reinen Herzen habe ich begriffen, dass man um die Reinheit kämpfen muss, dass man um sie beten muss und auch lernen, was Reinheit eigentlich bedeutet. Diese Mühe ist ein Kampf um Liebe und Freiheit. Ich arbeite hart daran. Doch ich weiß, solange man kämpft, bleibt man Sieger.

Martin

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