Du hast mich wunderbar geschaffen

Autor: Mirosław Rucki

Wenn ich davon lese, wie der menschliche Körper gebaut ist, überkommt mich Bewunderung und Erstaunen – wieviel Liebe hat Gott in den Plan unseres Organismus hineingelegt, mit welchem Fachwissen und welcher Präzision wurde alles gemacht! Man möchte geradezu mit dem Psalmisten ausrufen: „Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ (Ps 8,5).

Zu wenig Zeit für Evolution

Wahrscheinlich erinnert sich jeder von uns an das Märchen aus seiner Kindheit, von dem Frosch, der von einer Prinzessin geküsst wurde und sich daraufhin in einen Prinzen verwandelte. Alle wissen, dass eine solche Verwandlung unmöglich ist, denn wie sollte man innerhalb einiger Sekunden aus einem Frosch einen Menschen machen? Dennoch glauben viele von uns, selbst Menschen mit einem akademischen Titel, dass der Prinz innerhalb einiger Milliarden Jahre aus dem Frosch entstanden ist. Vielleicht nicht unbedingt aus dem Frosch, aber doch aus irgendeinem hypothetischen Lebewesen mit einem einfacheren Bauplan, aus dem durch Evolution alle Lebewesen entstanden sind.  Warum jedoch bemerken wir nicht, dass eine solche Verwandlung, eine langsame ebenso wie eine sofortige, einfach nicht möglich ist?

Professor Werner Gitt schreibt: „Wusstet ihr, dass der menschliche Organismus aus 100 Billionen Zellen besteht, und jede einzelne von ihnen aus Teilchen, deren Anzahl das Zehntausendfache der Sterne auf der Milchstraße beträgt? Dabei ist zu beachten, dass die Milchstraße aus mindestens 100 Milliarden einzelnen Sternen besteht. Die kleinsten Konstruktionseinheiten des menschlichen Organismus, ebenso wie des Organismus der Pflanzen und Tiere, sind die Zellen“ (Faszination Mensch CLV, Bielefeld, 2003). Für alle Fälle möchte ich erläutern, dass eine Billion eine Million Millionen ist, wir haben also 1014 Zellen – kleine Bausteine, aus denen unser Körper erbaut ist. Und es ist nicht so, dass der Mensch einfach mehr Zellen hat als „primitive“ Kleinstlebewesen: Alle Zellen unseres Körpers sind aufeinander abgestimmt, arbeiten eng zusammen, und die Mehrzahl von ihnen könnte nicht ohne die übrigen existieren.

Denken wir einmal über Folgendes nach: Hätten wir ein Puzzle, das sich aus 100 Einzelstücken zusammensetzt, die es aneinander anzupassen gilt, um ein Bild zu erhalten, wieviel Zeit würde einen dies kosten? Wenn jemand sofort weiß, wie man sie legen soll, könnte er dies innerhalb von 100 Sekunden tun, indem er pro Sekunde ein Teil legt. Würde er jedoch diese Fragmente in eine Betonmischmaschine schütten und erwarten, dass sie sich nach einer gewissen Zeit von selbst anordnen, würde sich diese Zeit deutlich verlängern. Mit größter Sicherheit würde er bis an sein Lebensende kein fertiges Bild zu sehen bekommen, und ich vermute, dass sich das Bild selbst nach 14 Mrd. Jahren (= 1018 Sekunden) noch nicht angeordnet hätte, also von der Entstehung unseres Universums bis heute. Dies kann man leicht mithilfe der Wahrscheinlichkeitstheorie berechnen.

Hier jedoch haben wir keine „hundert Bausteine“, sondern 100 000 000 000 000 Bausteine. Die Anordnung einer solchen Anzahl von Puzzleteilen bei einem Teil pro Sekunde würde uns über 3 Millionen Jahre kosten; die Wartezeit hingegen, in der sie sich von allein in der richtigen Reihenfolge anordnen würden, wäre unvorstellbar viel höher als das Alter des Universums, das auf 14 Mrd. Jahre geschätzt wird.

Die Gene – eine fortgeschrittene Programmierung

Am interessantesten ist jedoch etwas anderes. Jede Zelle entwickelt sich, funktioniert und nimmt ihren richtigen Platz im Organismus nur deswegen ein, weil sich in ihrem Kern ein ungewöhnliches „Programm“ befindet, das in Form eines Genoms codiert ist. Vom Inhalt der Gene hängt es ab, woraus und auf welche Weise eine Zelle sowie der ganze Organismus erbaut ist. Das Genom des Menschen besteht aus drei Milliarden Byte an Informationen, die man mit Buchstaben vergleichen kann. Professor Gitt bemerkt, dass wenn wir eine Maschinenschreiberin bitten würden, einen Text mit dieser Menge an Buchstaben zu schreiben, sie diese Arbeit 95 Jahre kosten würde, und dabei fünftausend Bücher von je 200 Seiten herauskämen.

Und jetzt aufgepasst: Könnte eine solche Aufzeichnung zufällig, durch schrittweise Veränderungen entstehen? Wie lange würde dies dauern? Bisher konnten die Wissenschaftler kein Gen feststellen, in dem automatisch Information hinzukommen würde – jegliche Mutationen hängen stets mit der Vervielfältigung oder Verformung bereits bestehender Einträge in den Genen zusammen. Es gibt jedoch keinen Prozess, der eine Ergänzung der in den Genen bereits bestehenden Information um neue Inhalte veranlassen würde, und die mit der Ausbildung irgendeiner neuen Funktion der Zellen, Organe oder des gesamten Organismus verbunden wäre. Die Theorie einer allmählichen, selbstgesteuerten Evolution zerbröckelt an dieser Stelle, denn wenn die Entstehung des menschlichen Genoms mit der Hinzufügung von jährlich zumindest einem Byte an Informationen verbunden wäre, so müsste sie 3 Mrd. Jahre dauern. Währenddessen haben zig Forschungsjahre keinen solchen Prozess aufdecken können. Die Forschungen zeigen hingegen auf, dass die Möglichkeit des Auftretens einer einzigen nützlichen Mutation beim Menschen durchschnittlich einmal in sechzigtausend Jahren vorkommt, während eine Sequenz von zwei nützlichen Mutationen hintereinander einmal in 160 Mio. Jahren eintreten kann (R. Durrett, D. Schmidt, Waiting for Two Mutations, „Genetics“ 2008, No. 180 (3), S. 1501-1509).

Betrachten wir dies noch von einer anderen Seite. Nehmen wir an, dass sich die Genmoleküle durch irgendeinen merkwürdigen Zufall in irgendeine Ordnung zusammenlegen könnten. Doch ist das erst der Anfang einer größeren Sache, denn die „Programmierung“ in den Genen gestaltet die Zellen, ihre gegenseitigen Verbindungen und Funktionen eindeutig. Ungefähr so, also hätten wir zum Beispiel einen Computer, in dem das Aufschreiben eines Wortes bewirken würde, dass sich ein dem Wort entsprechendes Bild zeigt. Ich schreibe das Wort „Haus“ – und habe auf dem Bildschirm ein Haus, ich schreibe „rot“ – und das Haus wird rot, ich schreibe „mehrstöckig“ – und das Haus wird zweistöckig. Diese Frage stelle ich allen, die an die Theorie der Evolution glauben: Auf welche Weise sollte ein automatischer, gedankenloser Zufall (oder der „blinde Uhrmacher“ von Dawkins) zum Aufschreiben konkreter „Wörter des genetischen Codes“ in einer konkreten Ordnung führen, wobei diese Wörter konkreten Bildern in Form von 100 Billionen Zellen entsprechen, die perfekt aufeinander abgestimmt sind und eng zusammenarbeiten? Und eine zweite Frage: Würden die 4 Milliarden Jahre der Existenz unseres Planeten ausreichen, damit dieser Prozess stattfinden und zur „Entstehung“ des menschlichen Organismus führen kann?

Neuronale Netze

Eine weitere Frage sind die Verbindungen zwischen den Zellen und ihr Zusammenwirken. Zum Beispiel besteht das Gehirn aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen und jede von ihnen verfügt über 10.000 bis 50.000 Verbindungen. Wie viele Verbindungen gibt es also zwischen den Zellen unseres Gehirns? Dieses Ergebnis lässt den Atem stocken: Um alle Verbindungen im menschlichen Gehirn zu registrieren, wäre eine Bibliothek von 10 Milliarden Buchbänden mit jeweils 400 Seiten nötig. In der Regel erhält eine Nervenzelle Informationen von Hunderten oder Tausenden anderer Neuronen und gibt diese an ihre Partner weiter, deren Anzahl ebenso groß ist. Noch einmal möchte ich Prof. W. Gitt zitieren: „Wollte man alle Nervenfasern im Gehirn hintereinander anordnen, würde ihre Länge 500 Tausend Kilometer betragen; einige Autoren sind gar der Ansicht, es wären 1 Million Kilometer. Die Steuerzentrale des Gehirns wäre jedoch arbeitslos, wenn der menschliche Organismus nicht von Leitungen durchzogen wäre, welche die Befehle auch weitertragen könnten. Außerhalb unseres Gehirns befinden sich noch weitere 380 Tausend Kilometer von Nervenfasern. Sie durchziehen den menschlichen Körper, doch hintereinander angeordnet ergäben sie eine Strecke wie von der Erde zum Mond.“

Es geht darum, dass einige Eiweiße zusammengefasst noch keine lebendige Zelle ergeben, und zwei zufällig aneinander gefügte Zellen noch zu keinem Organismus werden. All dies muss noch entsprechend verbunden und gesteuert werden – was ohne einen vorherigen Entwurf eher unmöglich ist. Ich kann mir nicht vorstellen, auf welche Weise Hunderte von Milliarden Verknüpfungen und Hunderttausende von Kilometern an Nervenfasern allein durch die Methode des „Trial and Error“ entstehen sollten. Denn das neuronale Netz in unserem Gehirn ist doch weit komplizierter als das Netz der Telefonverbindungen auf der ganzen Welt, und die Anzahl ihrer Verknüpfungen ist größer als die Anzahl der Atome im Universum!

Blutgerinnung

Aber das ist noch nicht alles. Außer, dass wir 100 Billionen Zellen haben, die nach einem aufgetragenen „Programm“ erbaut und angeordnet sind, und ungefähr eine Million Verknüpfungen allein zwischen den Gehirnzellen, erfolgen in unserem Organismus die ganze Zeit über unvorstellbar komplizierte biochemische Prozesse. Die Schwierigkeit besteht darin, dass jede biochemische Reaktion eine Kettenreaktion ist, die in Etappen nach einer genau festgelegten Reihenfolge verläuft, und dass jede Etappe die Anwesenheit weiterer komplizierter Faktoren erfordert. Als Beispiel möchte ich die Blutgerinnung nennen, deren Mechanismus aus Sicht der Evolution niemals durch die Trial-and-Error-Methode (also durch natürliche Auslese, dt.: Versuch-und-Irrtum-Methode) hätte entstehen können, da nicht gerinnungsfähiges Blut ganz einfach vollständig aus dem Organismus herausfließen würde, während andersherum allzu stark gerinnendes Blut den gesamten Blutkreislauf eines Individuums verstopfen und zu seinem Tod führen würde.

Professor M. Behe beschreibt in seinem Buch Darwin‘s Black Box (Darwins schwarze Kiste) auf einigen Seiten den biochemischen Prozess der Blutgerinnung. In diesen Prozess sind 34 Substanzen involviert, und ihre gegenseitigen Einflüsse aufeinander sind unerhört kompliziert. Versuchen wir, uns die Komplexität dieses Prozesses bewusst zu machen, indem wir uns nur einmal ihre Namen merken: Fibrinogen, Prothrombin, Thromboplastin (vielzelliger Faktor), ionisiertes Kalzium Ca 2+, Proakzelerin, Akzelerin, Prokonvertin, Antihämophiles Globulin (antihämophiler Fakot), antihämophiler Faktor*, Christmas-Faktor, Christmas-Faktor*, Stuart-Prower-Faktor, PTA (plasma thromboplastin antecedent), PTA*, Hageman-Faktor, Hageman-Faktor*, ein fibrinstabilisierender Faktor, Von-Willebrand-Faktor, Prekallikrein, Hochmolekulares Kininogen (HMWK), Fibronektin, Antithrombin III, Heparin Cofaktor II, C-reaktives Protein, Protein S, Protein Z, Protein-Z-abhängiger Proteaseinhibitor (ZPI), Plasminogen, Alfa-2-Antiplasmin, Gewebespezifischer Plasminogenaktivator (tPA), Urokinase, Plasminogen-Aktivator-Inhibitor Typ 1 (PAI-1), Plasminogen-Aktivator-Inhibitor Typ 2 (PAI-2), Karzinom-Procoagulant.

Ich gratuliere jedem, der imstande ist, sich all diese Namen gleich beim ersten Mal in der richtigen Reihenfolge zu merken – und noch mehr demjenigen, der aus dem Gedächtnis heraus ein Schema ihrer gegenseitigen Wechselwirkungen wiedergeben kann. Wenn es also selbst schon schwierig ist, sich auch nur die Namen zu merken, wie kann man dann glauben, dass dies alles aus sich selbst heraus durch eine von natürlicher Selektion gesteuerte Trial-and-Error-Methode entstanden ist? Die Struktur dieser Substanzen ist doch um vieles komplizierter als ihre Bezeichnung. Daher fällt es mir schwer, an eine zufällige Entstehung auch nur einer der genannten, komplizierten Verbindungen zu glauben, ganz zu schweigen von einer zufälligen, automatischen Entstehung genau dieser 34, und keiner anderen Substanzen, die genau so und nicht anders aufeinander einwirken, was im Ergebnis zur Stillung einer Blutung genau dort führt, wo sie gestillt werden soll – und nirgendwo sonst. Die Trial-and-Error-Methode bewährt sich hier ganz eindeutig nicht, denn die fehlende Stillung einer Blutung bedeutet die Ausblutung und damit den Tod eines Organismus – und eine Stillung an falscher Stelle bedeutet eine Störung der Blutzirkulation und letztendlich ebenfalls den Tod. Dabei greift doch dieses ganze außergewöhnlich komplizierte System gar nicht, wenn auch nur ein einziger Bestandteil fehlt, oder wenn er in den falschen Proportionen produziert wird, in der falschen Reihenfolge oder an der falschen Stelle.

Man kann Professor M. Behe schwerlich widersprechen, wenn er schreibt: „Als Charles Darwin auf die Felsen der Insel Galapagos kletterte, um die Finken zu erforschen, denen man später seinen Namen verlieh, muss er sich auch einmal den Finger aufgeschnitten oder das Knie verletzt haben. Der junge Abenteurer achtete sicher nicht auf das dünne Rinnsal Blut, das herausgeflossen kam. […] Schließlich wurde die Blutung gestillt, und die Wunde verheilte. Wenn Darwin dieses Phänomen jedoch bemerkt hätte, hätten ihm keine Spekulationen darüber geholfen, wie das geschehen konnte. Er hatte nicht genügend Wissen und wäre nicht einmal imstande gewesen zu vermuten, welche Mechanismen der Bildung dieses Gerinnsels zugrunde lagen“ (ebenda, S. 77). Und weiterhin stellt er fest: „Der schwerste und augenfälligste Einwand [gegen den Darwinismus] ist die nicht reduzierbare Komplexität. Ich betone, dass die natürliche Selektion der Darwin´schen Evolution nur dann funktioniert, wenn es aus etwas zu selektionieren gibt – aus etwas, das in diesem Moment nützlich ist, und nicht erst in der Zukunft.“ Mit anderen Worten, das ganze System muss mit einem Mal so konstruiert sein, dass es funktioniert – ein allmähliches Entstehen der Elemente dieses Systems im beliebiger Reihenfolge gewährleistet nicht sein Funktionieren, ist also aus Sicht der natürlichen Selektion nicht vorteilhaft. Im Übrigen haben die Wissenschaftler bis jetzt noch kein Tier entdeckt, das einen z. B. nur zu 50% oder zu 95% ausgebildeten Blutgerinnungsmechanismus gehabt hätte. Wenn jemand schon dieses System hat, dann hat er es im Ganzen.

Eine einfache Schlussfolgerung

Wir haben es also mit einer Pyramide, oder vielmehr einem zerbrechlichen Kartenhaus zu tun, auf dessen Boden die vollprogrammierten Gene liegen (3 Mio. Elemente); auf ihnen wiederum „bauen“ die Zellen mit konkreten Funktionen und Aufgaben auf (100 Bio. Elemente), die zu einem Körper verknüpft sind (allein die Anzahl der Verknüpfungen der Gehirnzellen ist größer als die Anzahl der Atome im Universum), die alle notwendigen Substanzen in den richtigen Proportionen ausbilden, um die komplizierten chemischen Kettenreaktionen durchzuführen (allein 1,25 Bio. Thrombozyten, die für den Blutgerinnungsprozess zuständig sind).

Es geht mir nicht nur darum, dass diese ganze Konstruktion viel zu kompliziert und viel zu klug gebaut ist für ein automatisches Produkt einer zufälligen Evolution, die durch das Trial-and-Error-Prinzip gesteuert wird (durch Mutation und natürliche Selektion). Es geht darum, dass ihr allmähliches Entstehen ausgeschlossen ist, denn ohne Gene gibt es keine Zellen, ohne Zellen keine Verknüpfungen, ohne Verknüpfungen keinen funktionierenden Organismus, und ohne funktionierenden Organismus keine Möglichkeit, die in den Genen eingeschriebene Information weiterzugeben. Der Kreis schließt sich, und es bleibt uns nur eine Möglichkeit: Die Anerkennung der Macht und Intelligenz des Schöpfergottes, der alles in Weisheit geplant und mit seiner großen Macht verwirklicht hat. Diese Anerkennung führt unweigerlich zu der Frage: „Was ist der Mensch, dass du groß ihn achtest und deinen Sinn auf ihn richtest“ (Ijob 7,17).

Auf selbstverständliche Weise führen demnach unsere wissenschaftlichen Kenntnisse zu der Gewissheit, dass Gott dies alles zu einem konkreten Zweck getan hat, und dass es von seiner Seite gar nicht nett wäre, wenn Er uns diesen Zweck nicht offenbaren würde. Von dieser Annahme ausgehend, suchte ich die offenbarte Wahrheit in verschiedenen Religionen und philosophischen Systemen, bis ich sie schließlich in der Katholischen Kirche entdeckte, die uns die Offenbarung Gottes durch die Tradition und die Heilige Schrift (also die von Menschen der Kirche niedergeschriebene Offenbarung) erhalten und übermittelt hat. Es ist die Wahrheit über Gott, der den Menschen aus Liebe und für die Liebe erschaffen hat; und als der Mensch einen folgenschweren Fehler beging (der Sünde genannt wird), da nahm Er selbst alle Konsequenzen dieser Sünden in Form von Leiden und Tod auf sich, um nur ja den Menschen zu retten und ihm die Möglichkeit zu geben, die Liebe in Einheit mit Gott zu verwirklichen. Denn so groß ist der Wert des Menschen, der „als sein Abbild“ geschaffen wurde (Gen 1,27), dass Gott nicht zögerte, menschliches Fleisch anzunehmen und durch Leiden, Tod und Auferstehung dieses Abbild wieder in ihm aufzurichten.

Was also sollen wir antworten? Wie der Text eines Morgengebets sagt: „Und der Mensch, der von Deinen Gaben ohne Maß überschüttet wurde, den Du erschaffen und errettet hast, wie sollte er Dich nicht verherrlichen?“. Verherrlichen wir also Gott, auch in unserem Leib, indem wir diesen in Wertschätzung, Würde und Heiligkeit bewahren.

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