Die Gender-Revolution

Autor: Pater Dariusz Oko

Die andauernde massenhafte Propagierung von Pornografie, sexueller Ausschweifung, Scheidungen, Homosexualität, Verhütungsmitteln, Abtreibung, Euthanasie sowie der Gender-Ideologie stellt eine große Bedrohung für unsere Zivilisation dar.

Für die Propagierung der Demoralisierung sind konkrete Menschen verantwortlich, die an die Gender-Ideologie glauben und diese als ihr intellektuelles Werkzeug gebrauchen. Die Gender-Ideologie ist keine philosophische Strömung, sondern eine primitive Ideologie. Die Philosophie als Wissenschaft ist eine uneigennützige und kompromisslose Suche nach der Wahrheit. Die Gender-Ideologie hingegen ist nicht auf der Suche nach der Wahrheit, sondern dient der Verwirklichung von Interessen einer bestimmten Gruppe. Ich sage dies mit vollem Verantwortungsbewusstsein als ausgebildeter Philosoph, der hunderte von verschiedenen philosophischen Richtungen kennenlernen musste. Wenn wir die Gender-Ideologie vom geschichtlichen Standpunkt aus betrachten, dann sehen wir, dass sie besonders absurd ist, dem menschlichen logischen Denken und Erkennen abträglich. Eigentlich ist sie eine wahre intellektuelle Katastrophe, doch dies stört ihre Bekenner ganz und gar nicht dabei, so etwas Absurdes auf den Universitäten sowie in den Massenmedien zu verbreiten und sie der ganzen Bevölkerung aufzudrängen. In Deutschland haben wir an die 100 Lehrstühle für Gender. In Polen gibt es einige Dutzend davon, und man lehrt die Studenten so absurde Dinge wie damals an den Lehrstühlen des Kommunismus und Marxismus, die wir heute als verbrecherische Absurditäten verurteilen.

Obwohl viele Menschen an diese Ideologie glauben und sie bekennen, so dies noch lange kein Argument dafür, dass sie wahr ist. Ähnlich glaubten auch viele Deutsche aus den intellektuellen Eliten des Landes an den Nationalsozialismus und an Hitler. Auch viele berühmte Intellektuelle des Westens glaubten an den Kommunismus und den Marxismus, und unterstützen solche Verbrecher wie Lenin und Stalin. Es existieren bestimmte Mechanismen, die dazu geführt haben, dass in einem bestimmten Moment ein Teil der Menschen sich dermaßen hat verdummen lassen, dass er sich freiwillig verbrecherischen Ideologien unterwarf.

Die Quellen der Gender-Ideologie

Allein die Bezeichnung „Gender-Ideologie“ weist auf ihr prinzipielles Fundament hin, auf ihr grundlegendes Axiom. Das Wort „gender“ bedeutet im Englischen das Genus eines Substantivs – männlich, weiblich, neutral. Währenddessen bedeutet der Ausdruck „sex“ das biologische Geschlecht. Ideologen haben dem Wort „gender“ eine neue Bedeutung verliehen, und zwar „Genus und Sexus“. Ihnen zufolge soll das Wort „gender“ nun das Geschlecht bedeuten, aber eines, das kulturell bestimmt und definiert wird. Die zentrale These der Gender-Ideologie ist die Behauptung, dass das Geschlecht eines Menschen vor allem kulturell bestimmt wird, dass es nicht angeboren ist, sondern im Laufe des Erziehungsprozesses, durch Inkulturation und die Annahme bestimmter vorgefertigter Muster herausgebildet wird. Dies ist das fundamentale Axiom dieser Ideologie: Wir werden nicht als Mann und Frau geboren, sondern werden erst durch die Erziehung, durch unsere eigene Wahl und unsere sexuellen Neigungen dazu. Abhängig von den sexuellen Neigungen und Vorlieben kann man dann sogar von sechs oder acht Arten von Geschlechtern sprechen. Einige der Gender-Ideologen bezeichnen sogar sadomasochistische Neigungen als eigenes Geschlecht… Den Genderisten zufolge ist das Geschlecht eine Art kultureller Einbildung. Würden wir uns demnach zum Beispiel darauf einigen, dass die Frauen Männer sind und die Männer Frauen, dann sollten die staatlichen Behörden unsere Entscheidung anerkennen. In einigen Ländern gibt es bereits rechtliche Möglichkeiten, auch ohne Operation und ärztliche Untersuchungen, dass wenn zum Beispiel ein Mann behauptet, er sei eine Frau, da er entdeckt habe, er sei eine Frau, alle dies anerkennen müssen. Zum Beispiel müssen sie ihn in die Damentoilette lassen… Aus der Perspektive der Philosophiegeschichte sind dies unerhörte Absurditäten. Was manche nicht daran hindert, auf dieser absurden Gender-Ideologie eine neue gesellschaftliche Ordnung erbauen zu wollen.

Die Gender-Ideologie ist ein Produkt des atheistischen Geistes, was seine außergewöhnliche Armseligkeit offenbart. Gott der Herr spricht sehr eindeutig von diesen Menschen, die aus eigener Schuld Atheisten sind: „Töricht waren von Natur alle Menschen, denen die Gotteserkenntnis fehlte. Sie hatten die Welt in ihrer Vollkommenheit vor Augen, ohne den wahrhaft Seienden erkennen zu können. Beim Anblick der Werke erkannten sie den Meister nicht […] denn von der Größe und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schließen“ (Weish 13,1.5).

Wenn Gott existiert, wenn alles von Ihm kommt und auf Ihn zugeht, dann ist die Behauptung, es gäbe Gott nicht, als Schlussfolgerung ein fundamentaler Fehler. Das ist so, wie einen Fehler in einer mathematischen Gleichung zu begehen: Sie wird hinfällig, weil sich dieser Fehler bei jedem Schritt wiederholen wird. Zu sagen, Gott gäbe es nicht, während wir doch durch Ihn existieren, ist so, als würde ein ungeborenes Kind, das im Schoß seiner Mutter verborgen ist, sagen, dass seine Mutter nicht existiert. Es ist eine offensichtliche Absurdität. In einer ähnlichen Situation ist ein Atheist, der nur deswegen überhaupt lebt, weil ihn Gott ins Dasein gerufen hat, ihn im Dasein erhält, während er selbst sagt, Gott gäbe es nicht, und versucht, sich ein Leben ohne Ihn einzurichten. Der Atheismus ist also eine existenzielle und intellektuelle Katastrophe. Ein Leben in dem Glauben, Gott existiere nicht, in einem Glauben, der der menschlichen Logik der Erkenntnis zuwiderläuft, ist etwas wirklich Schreckliches. Es kommt vor, dass ein intellektueller Irrtum aus ungenügendem Wissen oder aus Fehlinformationen resultiert. Häufig jedoch ist der Atheismus das Ergebnis eines Verharrens in Sünden, eines Unwillens zur Bekehrung und zur Anerkennung seiner eigenen Schuld.

Wir dürfen die Anwesenheit und Einwirkung des Satans bei der Versuchung und der Ermunterung des Menschen zur Sünde nicht vergessen. Der heilige Johannes Paul II. hat viele Male daran erinnert, dass Satan eine real existierende Person ist: „Indem er durch einen freien Willensakt die Wahrheit über Gott ablehnt, wird Satan gleichsam zum kosmischen Lügner und zum Vater der Lüge (Joh 8,44): Er selbst lebt in radikaler Verneinung Gottes, und gleichzeitig versucht er, diese eigene, tragische Lüge über das Gute, das Gott ist, der Schöpfung aufzudrücken, anderen Wesen, die als Abbild Gottes geschaffen sind, und ganz besonders den Menschen“ (Katechese vom 13. August 1986).

Der dramatische Kampf von Gut und Böse, der sich unaufhörlich in unserem Leben abspielt, ist wirklich ein Kampf auf Leben und Tod.  Gott der Herr „hat am Anfang den Menschen erschaffen und ihn der Macht der eigenen Entscheidung überlassen. Wenn du willst, kannst du das Gebot halten; Gottes Willen zu tun ist Treue. Feuer und Wasser sind vor dich hingestellt; streck deine Hände aus nach dem, was dir gefällt“ (Sir 15, 14-17).

Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht

Wir sind wunderbar erschaffen, man könnte sagen, wie Messkelche. So wie der Messkelch dafür gemacht wurde, mit dem Blut des Herrn gefüllt zu werden, also mit dem Wertvollsten, dem Edelsten auf dieser Welt (deswegen bemühen wir uns, die Kelche so schön wie nur möglich zu gestalten, aus den kostbarsten Materialien), ebenso wurde jeder von uns dazu erschaffen, um mit Gott erfüllt zu werden. Das ist das Ziel, der Sinn unseres Daseins. Es wird zu Recht gesagt, dass die ganze Schöpfung nur ein Moment im Prozess der Mitteilung Gottes ist. Gott hat uns dazu erschaffen, um uns sich selbst mitzuteilen. Nicht dazu, dass wir Karriere oder Geld machen, oder irgendwelche Annehmlichkeiten erfahren. Alles ist gut, sofern es uns auf unserem Weg zu Gott hilft. Wenn wir Christus erlauben, uns mit seiner Gnade zu erfüllen, mit dem Heiligen Geist, dann verwirklichen wir das Hauptziel unserer Existenz, und auf der Erde beginnt der Himmel. Dann wird der Tod nur ein Durchgang zur Fülle des Lebens im Himmel sein, so ein Nachziehen des zweiten Fußes. So sieht der Plan Gottes für unser Leben aus. Aber Gott ist ein Gentleman, Gott drängt sich nicht auf. Er liebt uns, also gibt Er uns die Freiheit. Wenn ich mich stur stelle und „nein“ zu Gott sage, wenn ich lebe wie ein hochmütiger Egoist, wie ein Wichtigtuer, der nichts mit Gott zu tun haben will, dann wird Er meine Entscheidung respektieren. Darauf beruht die ewige Verdammung.

Wenn ich mit Jesus nicht vereint bin und den Geist Gottes nicht habe, werde ich alleine vor Satan nicht bestehen können. Gegen den Satan bin ich wie ein Säugling angesichts eines Schwergewichtsboxers. Ich habe keine Chance. Ich werde zermalmt.

Aus christlicher Sicht gibt es nur zwei Kategorien von Menschen: Jene, die den Geist Gottes haben, und jene, die den bösen Geist haben. Tertium non datur – eine dritte Möglichkeit gibt es nicht. Es gibt Menschen, die Gutes und nur Gutes getan haben, die sich nach Sünden wieder aufgerichtet haben, die mit ihren Sünden gekämpft und sie bereut haben. Das sind Menschen, die vom Geist Gottes erfüllt sind. Währenddessen tun manche Böses und nur Böses, und Gutes gleichsam nur durch Zufall, oder auch, um nur noch größeres Übel anzurichten. Das sind jene, die den bösen Geist haben.

Manchmal können wir fragen, warum ein bestimmter Mensch so spricht und so handelt. Wenn wir manche Politiker oder Journalisten hören, die unverschämt lügen, die Menschen verachten und sie beleidigen, dann kann man ihr unverschämtes Verhalten nur mit dem Einfluss Satans erklären! Menschen, die sich der Lüge und der Sünde verschrieben haben, sind in Diensten des Satans.

Atheisten oder auch falsche Christen, die die Gnade verloren und Christus verraten haben, haben sich dem Satan zur Verfügung gestellt – und tun dann schreckliche Dinge. Dies muss man bedenken, wenn man die Geschichte analysiert. Erst dann werden wir sie gut verstehen und erklären können, denn wahrhaftig lebt ein Teil der Menschen als Diener Satans. Und eben solche Menschen, die der Sünde und den Kräften des Bösen dienen, sind die Quelle böser Ideen und Handlungen in unserer Welt.

Professor Leszek Kolakowski, einer der größten polnischen Philosophen, der zunächst gegen das Christentum angekämpft hatte, sich später jedoch dafür und für Christus selbst begeisterte, war ein Mensch von großer Rechtschaffenheit, der eine unglaubliche Evolution seiner Ansichten durchlief: Von einem Todfeind des Christentums wurde er zu seinem großen Sympathisanten. Erst begann er, an die Existenz des Teufels zu glauben, dann an Gott. Kolakowski, der ehrlich nach der Wahrheit suchte, wurde zum führenden Kritiker des Atheismus und kritisierte gegen Ende seines Lebens entschieden die Gender-Ideologie, wie auch die Homoideologie, die ein Teil der ersteren ist. Er verfügte über ein gewaltiges philosophisches Wissen und zeichnete sich durch einen hervorragenden Intellekt aus; dadurch zeigte er die Ähnlichkeiten zwischen der Genderideologie und dem Marxismus auf. Neben Alexander Solschenizyn war er es, der als Hauptvertreter der Marxismuskritik nüchtern das betrachtete, was auf der Welt geschah. Darauf aufbauend legte er dar, dass die Hauptursache des Bösen die Existenz und Wirkungskraft des Teufels ist. Kolakowski schrieb viel über Gott, aber auch über den Teufel als reales Wesen. Als Christen müssen wir an diese Warnung denken: „Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann. Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!“ (1 P 5,8-9).

Wenn wir dies wissen, können wir unser Leben nicht als gemütlichen Spaziergang betrachten, da es ein Kampf um Leben und Tod ist. Es ist nicht möglich, dass wir auf dieser Welt friedlich und behaglich vor uns hinleben. Jeder von uns ist ein Sünder, und manche sündigen so sehr, dass sie Gott geradezu verachten – deshalb wird es hier auf Erden niemals das Paradies geben.

Wenn wir nicht gegen die Sünde ankämpfen, werden wir zu Sklaven des Bösen. Unser Leben auf Erden ist von unaufhörlichem Kampf gezeichnet, eben deswegen, weil es Diener Gottes und Diener des Satans auf dieser Welt gibt. Man könnte sagen, dass dies analog zu unserem Körper ist, in dem ein ständiger Kampf herrscht. Täglich greifen uns Millionen und Milliarden Viren und Bakterien an, darum produziert unser Knochenmark Millionen und Milliarden weißer Blutkörperchen, die dagegen angehen. Und in unseren Adern, Arterien, Muskeln herrscht 24 Stunden am Tag ein Kampf ums Leben. Wenn wir diesen Kampf einmal verlieren, dann erkälten wir uns, kriegen eine Grippe oder Tuberkulose, oder etwas noch Schlimmeres und sterben. Der ständige Kampf, der in unserem Körper tobt, ist Bedingung für das Leben, aber ebenso ist es in der geistlichen Dimension. Auf der Ebene des Geistes werden wir auch ständig von Viren, schrecklichen Bakterien und Versuchungen, dummen Gedanken, fehlendem Wissen und schlechten Neigungen angegriffen. Auch von außen werden wir angegriffen. Die heutige Politik und die Medien sind Brutstätten der schlimmsten geistigen Ideen und geistigen Viren. Wenn wir uns dagegen nicht wehren, nicht kämpfen, dann infizieren wir uns damit, erkranken und sterben geistlich.

Warum sie hassen

Eine der schlimmsten geistigen Krankheiten der heutigen Zeit ist die Gender-Ideologie. Man könnte sagen, dass es so eine Art AIDS des 21. Jahrhunderts ist, ein geistiges AIDS. Wenn sich jemand damit ansteckt, wird er sterben, und es wird schwer sein, ihm zu Hilfe zu kommen. Dass die Gender-Ideologie von Atheisten hervorgebracht wird, erklärt, warum sie so aggressiv gegen uns Christen sind und mit einem Ton des Hochmuts, der Verachtung und des Hasses sprechen. Wenn man ihnen zuhört, fällt es schwer, in ihren Äußerungen auch nur den elementarsten Respekt gegenüber ihrem Gesprächspartner festzustellen, ganz zu schweigen von Liebe. Eigentlich beleidigen sie uns unaufhörlich; in der Regel reden sie über uns Christen wie über Schwachköpfe – wir seien rückständige Spießbürger. Sie sprechen von Hassrede und wenden diese selbst an. Wenn wir auch nur einen Satz sagen, der ihnen nicht gefällt, sind wir unten durch und gleich als rückständig und homophob abgestempelt. Wir werden eigentlich auf die Rolle von Untermenschen reduziert und irgendwo an den Rand der Gesellschaft gedrängt, unwürdig, überhaupt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Aber bemerken wir bitte, dass dies genau das ist, was man auch mit den Juden gemacht hat. Wenn du ein Jude bist, bist du aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Erst durch Verbalattacken, dann durch Behinderungen im gesellschaftlichen Leben, und dann wirst du vernichtet. Die Anhänger der Gender-Ideologie, die doch so sehr die Faschisten angreifen, verhalten sich selber wie Faschisten. Zum Beispiel respektieren sie unser Recht nicht, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, insbesondere, indem sie den Zugang zu den Medien versperren. Es gibt keine Demokratie, wenn es keinen gleichen Anteil an den Medien gibt. Jemandem das Recht an den Medien abzusprechen bedeutet, ihm die Teilnahme am demokratischen Prozess unmöglich zu machen. Die Medien haben einen so gewaltigen Einfluss auf die Menschen, dass es keine Demokratie gibt, wenn es keine gerechte Aufteilung der Medien auf die verschiedenen weltanschaulichen Optionen gibt. Und wir wissen, dass erhebliche gesellschaftliche Gruppen überhaupt von der Teilnahme am medialen Leben ausgeschlossen werden, faktisch also von der Demokratie sowie vom politischen Leben ausgeschlossen werden. Wenn die Medien nur die liberale weltanschauliche Option repräsentieren und nur solche politische Parteien unterstützen, die sich damit identifizieren, dann schränken sie den Zugang der Menschen zu einer umfassenden Information und Wahrheit ein, und in der Konsequenz zu einer freien Entscheidung. Dann ist es leicht, derart manipulierte Menschen in jede beliebige Richtung zu führen. Ähnlich machten es die nationalsozialistischen Medien, die die Deutschen bis nach Stalingrad und zurücktrieben. Und das ist nicht einmal die Schuld dieser einfachen Leute, denn sie haben nur ein beschränktes Wissen, sind mit ihrer Arbeit und Familie beschäftigt und glauben an das, was ihnen durch Presse, Rundfunk und Fernsehen vermittelt wird. Wenn die Gender-Ideologen die wichtigsten Medien übernehmen, werden sie langsam das Bewusstsein der Menschen formen, und wenn sie es umgeformt haben, werden sie schnell in den Medien die Macht und das Geld übernehmen. Auf diese Weise kann man vollständig die Herrschaft über eine Gesellschaft übernehmen, indem man sich der Medien bedient. Genau gesagt, ist dies ein Verbrechen, ein Verfassungsbruch, denn niemand hat das Recht, alle Medien an sich zu reißen. Das ist der direkte Weg in den Totalitarismus, in die Diktatur, denn es bedeutet den Ausschluss eines bedeutenden Teils der Gesellschaft, manchmal auch der Mehrheit, von der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Warum tun sie das?

Weil die Atheisten davon überzeugt sind, dass Menschen nicht etwa Gottes Kinder sind, sondern nur eine Art intelligentere Tiere. Sich selbst betrachten sie als die intelligentesten Tiere, und uns Christen, uns Katholiken als eine Art Abfall der Evolution, den man verspotten, beseitigen, oder in psychiatrischen Kliniken oder Gefängnissen wegsperren, und eines Tages vielleicht auch töten kann. Deshalb fällt es ihnen auch nicht schwer, Abtreibungen oder Euthanasie vorzunehmen, denn mit Tieren kann man so was machen… Man muss einfach die Wurzeln des atheistischen Denkens begreifen.

Um den Menschen zu verstehen, muss man seine Voraussetzungen, seine Weltanschauung kennenlernen. Wenn wir wissen, dass die Atheisten alle Menschen als intelligentere Tiere betrachten, fällt es uns leichter, ihr Verhalten zu verstehen. Warum töten sie ungeborene Kinder, unheilbar Kranke oder Alte? Na, weil man das mit Tieren eben macht. Allein die Opfer des Kommunismus, die hauptsächlich aus Gläubigen bestanden, schätzt man auf mindestens 150 Mio. Der Nationalsozialismus, der okkultistische und satanische Wurzeln hat, ermordete über 50 Mio. Menschen, hauptsächlich Christen. Die größten Verbrecher aller Zeiten hatten eine gemeinsame Eigenschaft, nämlich den Hass auf Christus und die Katholische Kirche – und deswegen mordeten sie Christen. Man muss dies also verstehen, man muss sich darüber bewusst sein, welche Menschen hinter der Gender-Ideologie stehen, was man von ihnen erwarten kann und was man sich von ihnen versprechen darf. Mit Sicherheit kann man von ihnen weder Erbarmen noch Gnade erwarten. Sie wollen in Wahrheit keinen Dialog mit uns, sondern eine völlige Dominanz über uns. Darum geht der Kampf. Das ist die neue Art des Totalitarismus. Die atheistische Gender-Ideologie schreibt sich selbst die Fülle allen Wissens zu. Ihre Anhänger wissen nicht, was Demut ist. Da sie die Existenz Gottes nicht anerkennen, sind sie davon überzeugt, dass sie alles sich selbst zu verdanken haben. Sie halten sich für die allerklügsten, während wir für sie irgendein „Vieh“ sind; manche von ihnen reden so über uns… Wirklich, sie halten uns für Vieh und behandeln uns so. Sie tun dies, weil sie die Welt und die Menschen aus atheistischer Sicht betrachten. Und wir müssen damit rechnen, dass sie mit uns keinen authentischen Dialog führen wollen. Sie wollen eine völlige Dominanz über uns, die Übernahme der politischen Macht, um gemäß ihrer Ideologie den neuen Menschen zu erschaffen. Gerade hier sieht man deutliche Ähnlichkeiten mit früheren totalitären Ideologien, hauptsächlich mit dem Marxismus. Eben das Streben nach Dominanz und nach Entfernung gläubiger Menschen aus der Debatte, nach totaler Beherrschung aller medialen und politischen Zentren ist es, was am meisten ins Auge fällt. Sie gehen mit List und medialer Gewalt vor, weil sie um jeden Preis die Macht übernehmen wollen. Sie beabsichtigen, breiten gesellschaftlichen Schichten den Zugang zu den Medien zu verweigern, was im Widerspruch zur Verfassung steht und somit ein Verbrechen und eine große Schandtat ist.

Die Gender-Ideologie steht absolut im Widerspruch zur Wissenschaft, zur modernen Hirnforschung sowie zur Geschlechterforschung des Menschen. Wenn sie aber im Widerspruch zur Wissenschaft steht, dann lehnt sie die Wissenschaft ab. Ganz genau so wie Stalin, der sagte, die größten Ernten werde es in Sibirien geben, weil er sich das so ausgedacht und geplant hatte… Und das ist erschreckend – aber es ist auch ein Argument dafür, sich ihnen entgegenzustellen. Ich selbst weiß wirklich ein Lied darüber zu singen: wie sie lügen, wie sie manipulieren, wie sie fälschen; solche Leute sind wirklich gefährlich.

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