Die Liebe meines Lebens

Autor: Zeugnis

Ich lebte von meinem Mann getrennt und bezog mit meinen beiden Töchtern eine neue Wohnung. Die Erziehung der Kinder fiel mir schwer. Seitdem ich allein lebte, betete ich mehr. Ich kaufte meinen Töchtern sogar eine Kinderbibel, aus der ich ihnen abends vorlas. Es war eine glückliche Zeit, denn Jesus war durch Sein Bild in meinem Haus anwesend (Es handelte sich um ein Bild, das meine Tochter zum ersten Jahrestag ihrer Erstkommunion erhalten hatte). Aber ich kannte Ihn damals nicht und wusste nicht, dass Er sich unseres Lebens angenommen hatte. Mein Glaube war sehr schwach, und die Sonntagsmesse besuchte ich nur aus einem Pflichtgefühl heraus.

 

Ein paar Jahre lang versuchte ich, mein Leben neu zu ordnen und mir einen neuen Partner zu suchen. Ich fühlte mich sehr einsam und brauchte auch Geld für meine Kinder. Mein Mann interessierte sich überhaupt nicht für uns … Ich war damals noch jung und gefiel den Männern, und ich fühlte einen unglaublichen Hunger nach Liebe.

Nach kurzer Zeit fand ich einen Mann, der gut zu mir war, und der auch meine Kinder akzeptierte. Und als ich schon dachte, dass wir uns nun ein gemeinsames Leben würden aufbauen können, geriet meine heranwachsende Tochter in schlechte Gesellschaft, fing an, Drogen zu nehmen, schwänzte die Schule … Das war für mich ein Schock. Ich verstand, dass dies meine Schuld war. Mir wurde bewusst, dass ich bei meiner Suche nach Glück meine Kinder vernachlässigt hatte. Ich hatte eine große Leere in meinem Herzen und konnte nicht wirklich lieben.

Ich fiel vor Jesus auf die Knie und bat weinend, Er möge etwas mit mir tun, meine innere Leere ausfüllen. Ich beschloss, in das Neokatechumenat einzutreten. Dort hörte ich den Aufruf zur Nachfolge Christi. Es fiel mir sehr schwer, „mein geordnetes Leben“ aufzugeben. Ich haderte mit Gott. Ich wollte meinen Freund, den ich zu lieben glaubte, nicht aufgeben. Den Entschluss zur Trennung fasste ich vor der Taufe im Heiligen Geist, die ich in einer charismatischen Bewegung erlebte. Ich entschied mich, mein Leben Jesus zu übergeben und Ihn hundertprozentig als meinen Herrn und Erlöser anzunehmen. Da begann unsere Freundschaft. Ich lernte Jesus durch die Heilige Schrift immer besser kennen. Er zeigte mir jeden Tag, wie sehr Er mich liebt, und dass Er für mich und meine Kinder sorgt.

Meine ältere Tochter hat geheiratet und erfreut sich an ihren beiden Kindern, die jüngere lernt noch. Und ich habe erst, als ich Jesus, der Liebe meines Lebens, begegnet bin, verstanden, was wahres Glück ist.

Ich nehme jeden Tag am Gottesdienst teil und setze mich abends zu den Füßen Jesu, um Sein wunderschönes Antlitz zu betrachten. Ich weiß, dass nur Er mich mit einer bedingungslosen Liebe liebt. Ich erfahre auch Glaubenszweifel und große Versuchungen, aber Jesus hält mich fest an der Hand und stärkt mich, damit ich mit Ihm in Reinheit leben kann. Das ist eine große Gnade, für die ich Ihm danke. Ich glaube daran, dass Jesus mich lehrt, die anderen zu lieben und Ihn in ihnen zu finden. Ich würde so gerne anderen Menschen helfen, Jesus zu treffen – das ist mein Lebensziel. Ich bin mir sicher, dass Er von allen gekannt und geliebt werden möchte, weil Er jeden Menschen erlösen will.

 

Christine

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