In der Erwartung auf das Kommen des Herrn

Autor: Teresa Tyszkiewicz

 

Die Kirche spricht zur Welt durch ihre Mitarbeiter. In jedem Zeitabschnitt der Geschichte berief der Heilige Geist, der die Kirche leitet, einzelne Menschen zu verschiedenen Aufgaben, Werken und Missionen. Es handelte sich dabei um Schriftsteller, Politiker, Missionare, stille Betreuer der Ärmsten … Von einigen hörte die ganze Welt, von anderen hörte niemand – bis ihre Werke für sie sprachen. All diese Gestalten sind uns als sprechende Zeichen für diesen Augenblick gegeben, als Antworten Gottes auf die modernen Probleme. Eine dieser großen Gestalten war der am 5. August des Jahres 2007 verstorbene Kardinal Jean-Marie Lustiger, der über lange Jahre hinweg Erzbischof von Paris war.

 

Die Wurzeln

 

Die Familie Lustiger stammte aus dem schlesischen Bedzin, das von vielen Juden, die seit Generationen in der Stadt lebten und sich mittlerweile als Polen fühlten, bewohnt war. Der Großvater des Kardinals war Bäcker. Die familiäre Tradition, die genauestens überliefert wurde, rechnete die Lustigers dem Stamm Levi zu. Der 20 jährige Karl, der Sohn des Bäckers, wollte sein Glück jedoch woanders versuchen und übersiedelte im Jahre 1917 nach Magdeburg und ein Jahr später nach Paris, wo er sich niederließ. Dort lernte er Giselle, ein aus Bedzin stammendes Mädchen kennen und heiratete sie. Am 17. September 1926 kam Sohn Aaron auf die Welt, vier Jahre später Tochter Arlette.

Die Familie war agnostisch und liberal, aber nicht atheistisch. Beide Elternteile hatten Angst davor, in der Atmosphäre des jüdischen, von Immigranten geprägten Gettos zu verbleiben; sie bemühten sich, ihre Kinder im Geist der bereichernden französischen Kultur und Geisteswelt zu erziehen, deshalb schickten sie diese auf die besten Schulen. Aaron war nicht der beste Schüler, seine Pflichten erledigte er erst in der letzten Minute, liebte jedoch Bücher, las Belletristik und manchmal auch philosophische Werke. „Ich wurde von meinen Eltern dazu erzogen, mein Land (Frankreich) zu lieben, stolz auf meine Staatsbürgerschaft zu sein, das Gute und das Wahre zu lieben – das sind freudige Tugenden, an die ich glaubte und immer noch glaube“, sagte der Kardinal viele Jahre später, „Wir waren eine glückliche und fröhliche Familie“. Der Vater Jean-Marie Lustigers liebte Späße, seine Mutter war eine wunderschöne, elegante Dame. Die Lustigers waren wohlhabend. Weil er wollte, dass sein Sohn auch die deutsche Sprache beherrschte, schickte Karl Lustiger diesen zwei Mal für eine längere Zeit nach Deutschland (1936 und 1937), dabei war ihm wohl bewusst, wie unerbittlich die antisemitische Politik der Nazi-Regierung in diesem Land war.

 

Lichtblicke

 

In den Jahren 1936 – 1938 rückte die Bibel an die Spitze der Lektüre Aarons. Für den damals 10 jährigen Jungen wurde sie zur Entdeckung der Handlungsweise Gottes in der Geschichte des Volkes, das sein Volk war. Er sah keinen Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Testament – es war eine Geschichte, in der das auserwählte Volk leidet und in der auch der Messias leidet, der von Gott zu diesem Volk gesandt wurde.

Währenddessen zogen über dem politischen Horizont Europas immer dunklere Wolken auf. Die Eroberungs- und Vernichtungspläne Hitlers wurden jedem klar denkenden Europäer immer deutlicher bewusst. Der Krieg war unvermeidlich. Im August 1939 wurde Paris von Panik erfasst. Wer konnte, verließ die Stadt. Die Lustigers beschlossen, ihre Kinder in die Provinz zu schicken. Aaron entschied, dass er sich mit seiner Schwester nach Orléans begeben wollte, obwohl sie dort niemanden kannten. Doch Gott lenkte seine Gedanken.

Beeindruckt von der Nachricht über eine Flüchtlingswelle aus Paris verkündete in Orléans die 30 jährige, unverheiratete Susanne Combes ihre Bereitschaft, jemanden bei sich aufzunehmen. Sie hatte bereits eine Familie bei sich aufgenommen, als man sich mit der Bitte an sie wendete, für zwei Kinder zu sorgen. Sie übernahm diese Aufgabe gern. Susanne nahm Aaron und Arlette also bei sich auf und kümmerte sich um sie. Keiner konnte damals vorhersehen, dass die Geschwister drei Jahre bei ihr verbringen würden. Aaron fing an, die Schule zu besuchen, und er und seine Schwester fühlten sich in Kürze bei Susanne wie Zuhause. Aaron war kein Musterschüler, aber er verschlang Bücher und zeigte ein immer stärker werdendes religiöses Interesse. Madame Combes wurde von ihm mit Fragen überschüttet und bemerkte seinen Fortschritt im Glauben und den Hunger nach dem Evangelium. Sie und Professor Jean Bathellier aus dem Gymnasium, welches Aaron besuchte, spielten in den Anfängen von Aarons religiösem Leben eine von der Vorsehung bestimmte Rolle. Großen Einfluss nahm hier sicherlich auch die von Geschichte und Glauben geprägte Atmosphäre der Stadt Orléans.

Der von Gott vorherbestimmte Tag trat am Gründonnerstag im Jahre 1940 ein. Aaron näherte sich der Kathedrale von Orléans. Sie war sehr groß und wunderschön, innen jedoch streng und kalt. Aaron blieb im südlichen Seitenschiff stehen und hatte plötzlich einen seltsamen Eindruck; er blieb wie angewurzelt stehen. Am nächsten Tag kam er wieder. „Die Kirche war leer. Ich erlebte eine Leere, obwohl ich nicht wusste, dass es Karfreitag war – und aus dieser Leere entstand der Gedanke: Ich will getauft werden.“ Aaron war damals 14 Jahre alt. Er informierte sogleich Madame Combes darüber.

Da tauchten Probleme auf: Man brauchte die Einwilligung des Ortsbischofs, weil es um die Taufe eines erwachsenen Menschen ging. Der Bischof war einverstanden und vertraute dem Prälaten Courcoux die Taufvorbereitungen Aarons und seiner Schwester, denn auch sie wollte getauft werden, an. Da beide noch nicht volljährig waren, brauchte man die Zustimmung der Eltern, diese aber zeigten sich empört. Dem Judaismus den Rücken kehren – das ist der größte Schlag für eine jüdische Familie. Die Lustigers holten daraufhin ihre Kinder sofort nach Paris zurück. Allerdings nur für eine kurze Zeit, denn die politischen Ereignisse überschlugen sich.

Man schrieb das Jahr 1940. Nach dem Überfall auf Polen richtete sich Nazi-Deutschland gegen Holland, Belgien und Frankreich. Hier kämpfte niemand mehr für sein Vaterland. Die klägliche Niederlage Frankreichs – ohne Kampf, ohne Würde – behielt Aaron als eine der schmerzlichsten Erinnerungen in seinem Gedächtnis zurück. Seine Eltern waren sich der antisemitischen Gesinnung der Besatzer bewusst und schickten ihre Kinder nach Orléans zu Madame Combes zurück. Sie waren auch mit der Taufe einverstanden, weil sie diese nun als eine Sicherheitsmaßnahme ansahen.

Die Feierlichkeiten fanden in der Kapelle des Bischofs in Orléans am 25. August 1940 statt. Aaron nahm den Taufnamen Jean-Marie an. Seine Taufpaten waren Susanne Combes und Professor Bathellier.

 

Wie ein gejagtes Tier

 

Die deutsche Besatzung wurde immer spürbarer. Zuerst waren die Juden dran. Karl Lustiger hatte sich schon früher in den autonomen Teil Frankreichs, der General Petain in Vichy unterstand, begeben. Seine Frau blieb in Paris, um das Geschäft zu beaufsichtigen. Sie wollte sich zu ihren Kindern nach Orléans begeben, hat es aber nicht mehr geschafft: Giselle wurde in das Konzentrationslager in Drancy gebracht und nach einigen Monaten nach Auschwitz verschleppt, wo sie in der Gaskammer umkam.

Es gab auch Aktionen gegen Juden in Orléans. Als sie stärker wurden, beschloss der Bischof, Jean-Marie zu schützen, indem er ihn in ein kleines Priesterseminar in Charenton brachte. Dort hatte der junge Mann die Möglichkeit, das christliche Leben kennenzulernen: die tägliche Messfeier, das Gebet, das Studium, die Zeit für Meditation und Glaubensvertiefung. Dort machte er auch sein Abitur. Sein Vater beschloss jedoch, die Kinder zu sich zu holen – nach Decazaville im autonomen Teil Frankreichs, wo es noch relativ sicher war. Dort arbeitete der junge Jean-Marie Lustiger in einer Fabrik, in der er das Leben und die Probleme der Arbeiter kennenlernte.

Die Jagd auf Juden hörte jedoch nicht auf, im Gegenteil – sie nahm immer mehr zu. Jean-Marie musste immer wieder seinen Aufenthaltsort wechseln, wobei ihm Geistliche und Widerstandskämpfer behilflich waren.

 

Die akademische Seelsorge

 

Nach der Befreiung Frankreichs im Jahre 1944 kehrten die Lustigers nach Paris zurück. Jean-Marie schrieb sich an der Sorbonne ein, wo er ein humanistisches Studium aufnahm. Das akademische Umfeld in Paris besaß damals ein dynamisches, modernes Seelsorgezentrum mit der Bezeichnung „Centre Richelieu“. Dort bildete sich bei der Teilnahme an Messfeiern, Diskussionen, Minisynoden, Wallfahrten und Feiern die Grundeinstellung eines bewussten, aktiven, intellektuell und evangelisch tiefgründigen, weltlichen Apostolats. Nach zwei Studienjahren und der Formation im Seelsorgezentrum trat Jean-Marie Lustiger zusammen mit zwei Freunden in ein Priesterseminar ein. Sein Vater war entschieden dagegen: Der junge Mann musste seine aktuelle Adresse geheim halten, was dazu führte, dass Sohn und Vater sich zwei Jahre lang nicht sahen.

Für Jean-Marie war seine Berufung zum Priestertum mit einer besonderen Motivation verbunden, da er dem Stamm Levi entstammte, welcher dem Willen Jahwes zufolge, der Moses offenbart worden war, das Privileg zugesprochen bekam, Gott im Tempel zu dienen, die heiligen Bräuche zu erfüllen und Opfergaben zu bringen. Es war der Priesterstamm. Sieben Jahre des Studiums im Priesterseminar schafften eine solide theologische Grundlage, die der junge Kleriker noch mehr mit der Entwicklung seines persönlichen, geistigen Lebens verbunden wissen wollte. Der Konflikt zwischen Vernunft und Glauben, der im akademischen Umfeld aufgekommen war und in Diskussionen immer wiederkehrte, absorbierte ihn sehr.

Während einer Studentenwallfahrt ins Heilige Land im Jahre 1951, in einem Augenblick des einsamen Gebetes, mit dem Kopf an den Grabstein Christi gelehnt, traf Jean-Marie eine endgültige Entscheidung: „Die verstandesmäßigen Prämissen, die dafür oder dagegen sprechen, die Intuition, haben jeweils unterschiedliches Gewicht, aber sie lösen nichts. Entscheidend ist meine persönliche Beziehung zu Demjenigen, in Dem ich mich geschaffen, berufen, erlöst, geliebt und begabt sehe; durch die Gabe, zum Zeugen all dessen zu werden, was ich von Ihm erhalten habe.“

In der Osternacht des Jahres 1950 wurde Jean Marie Lustiger aus dem Stamm Levi in der Kapelle der Karmeliter in Paris zum Priester geweiht. Ganz hinten in der Kapelle, verborgen im Schatten, stand sein Vater, der im letzten Augenblick seinen Widerstand aufgegeben hatte.

Dem Neopresbyter wurde die akademische Seelsorge zugewiesen. Und so erinnert sich eine seiner Studentinnen an ihn: „Ein Mensch, der eine große Ausstrahlung und Persönlichkeit  hatte, fröhlich, autoritativ, ein Choleriker, ein Enthusiast, ein Neugieriger, der seine Zeit liebte, naiv, anspruchsvoll, den Armen und Demütigen nah – er war dies alles.“

Schon zu Beginn seines Priesterlebens sah Lustiger die antichristlichen Tendenzen der Epoche, in der er lebte: den Fortschritt der Wissenschaften, der dazu verführte, die Glaubenswahrheiten in Zweifel zu ziehen und die religiösen Praktiken zu verwerfen, den Materialismus und das Konsum-Denken, das den Menschen völlig absorbierende Streben nach Geld, die Gleichgültigkeit gegenüber geistlichen Dingen, die unterschiedlichsten philosophischen und gesellschaftlichen Trends. Seit seinem Studienbeginn im Jahre 1944 befand sich Lustiger im intellektuellen und gesellschaftlichen Schmelztiegel, gezwungen, für sich und andere Menschen Antworten zu finden. Doch er wurde dabei von einer charismatischen Intuition geleitet, die ihn seine Zeit verstehen ließ, und er wusste, dass es eine endgültige Antwort gibt: Jesus Christus.

 

Der würdige Sohn aus dem Priesterstamm

 

Nach zehnjähriger Arbeit im akademischen Umfeld wurde Jean-Marie Lustiger zum Pfarrer der Gemeinde St. Jeanne de Chantal in Paris ernannt. Drei Jahre zuvor war das II. Vatikanische Konzil zu Ende gegangen, ein Jahr zuvor war Paris von einer Welle von studentischen Streiks und Ausschreitungen überflutet worden. Es ging darum, die Lehre des Konzils den vielen Einwohnern der Millionen-Metropole Paris näherzubringen, also denjenigen Menschen, die vom immer schnelleren Tempo des Lebens, Konflikten, Umwälzungen, Migrationen beherrscht wurden und die sich ökonomisch, ethnisch und weltanschaulich veränderten … Der neue Pfarrer fühlte, dass seine Rolle nicht darin bestand, die Probleme des Diesseits zu lösen und aufzuzeigen, wie man gut und ruhig leben kann. Er sollte auf Jesus Christus zeigen – den einzigen Schatz, der würdig ist, das Herz des Menschen an sich zu ziehen und es in Besitz zu nehmen.

Schon in Kürze zogen die Gottesdienste und Predigten des neuen Pfarrers Tausende von Gläubigen an. Er sprach in einer neuen Weise und entschärfte die Radikalität des Evangeliums nicht. Die Kirche der hl. Jeanne platzte aus allen Nähten.

Nach 10 Jahren kam es erneut zu einer Veränderung: Der Heilige Vater Paul VI. ernannte Pfarrer Lustiger zum Bischof von Orléans, wo doch der Weg seines Glaubens an den einzigen, liebenden Gott seinen Anfang genommen hatte. Er erlangte die Bischofswürde am 8. Dezember 1977 in der überfüllten Kathedrale – in derselben, die zum Zeugen seiner Bekehrung geworden war. In der Menschenmenge befand sich auch die überglückliche Susanne Combes.

Johannes Paul II., der Bischof Lustiger schon länger kannte, stellte nach seiner Amtseinführung fest, dass solch eine außergewöhnliche Intelligenz und geistliche Persönlichkeit eine herausragendere Stellung innerhalb der Kirche einnehmen sollte. So erfreute sich der neu ernannte Bischof von Orléans nur einige Monate an der geliebten Stadt. Er erhielt die Ernennung zum Erzbischof von Paris. Seine Amtseinführung fand am 27. Februar 1981 in Anwesenheit von französischen Regierungsmitgliedern statt. Zwei Jahre später erhielt Erzbischof Lustiger den Kardinalshut.

 

Wie kann man die Welt zu Christus zurückführen?

 

Unter den Augen des Pfarrers, des Bischofs und schließlich des Kardinals entfernte sich West-Europa immer mehr von Gott und hatte dadurch die elenden Auswirkungen zu tragen, die das Verschleudern seines Teils der Erbschaft zufolge hatte. Frankreich, die erste Tochter der Kirche, wurde gleich dem verlorenen Sohn zu einem Beispiel dafür. Kardinal Lustiger fühlte sich sicherlich viele Male wie der liebende Vater aus dem Gleichnis Jesu, der mit Sehnsucht auf die Anzeichen einer Rückkehr wartet. Er zweifelte jedoch niemals daran, dass es eine Rückkehr geben wird.

Einer seiner weltlichen Mitarbeiter schilderte ihn folgendermaßen: „(…) schlicht, außergewöhnlich intelligent, empfindsam und sehr menschlich. Vor allem jedoch um das Wohl der anderen besorgt. Ein natürliches Wohlwollen, ehrlich, tiefgründig. Aber auch ein eiserner Wille … so einer, der Berge versetzt. Keine Schwierigkeit war für ihn dermaßen real oder groß, dass sie ihn hätte bremsen oder aufhalten können. Im Gegenteil – es gab bei ihm so etwas wie Freude an Schwierigkeiten.“ Er sah schon das Aufgehen der Saat, die von Johannes Paul. II gestreut worden war.

Kardinal Lustiger versuchte niemals, seine Abstammung zu verheimlichen. Dank seiner Wurzeln hatte er besondere Verdienste beim Dialog der Kirche mit dem Judaismus. Er schöpfte auch Inspirationen aus der Geschichte seines Volkes: die sich immer wiederholende Abkehr von Jahwe und Seinen Geboten zugunsten anderer Götzen, die Warnungen und Strafen, die Rückkehr, verbunden mit der Bitte um Barmherzigkeit, und jedes Mal die Vergebung Gottes mit Verheißungen an das geliebte Volk. Der Kardinal übertrug diese Erfahrungen Israels auf die Geschichte der Kirche, mit dem Unterschied, dass sich für die Kirche das größte Versprechen bereits erfüllt hat: der Messias, der bereits gekommen ist. Und in Ihm werden sich auch alle anderen Verheißungen erfüllen.

Jean-Marie Lustiger wurde durch seine Persönlichkeit und seine Lehre zum Verkünder des sich wiederholenden Advents in der Geschichte der Welt; wenn wir auf die Erfüllung der Verheißungen Gottes warten, jedoch nicht tatenlos zuschauend, sondern dynamisch, fröhlich, vertrauensvoll, tätig, erfüllt mit Dankbarkeit für all das, was bereits eingetroffen ist. Alle Pläne Gottes erfüllen sich.

Nach 24 Jahren Dienst in der Kirche als Erzbischof von Paris setzte sich Jean-Marie Lustiger zur Ruhe, führte aber weiterhin Exerzitien und lehrte. Er starb am Vorabend der Verklärung Christi im Jahre 2007. Man trug ihn mit großem Schmerz, aber auch mit Stolz – als einen großen Mann der französischen Kirche, ja der ganzen Kirche - zu Grabe.

 

Teresa Tyszkiewicz

 

Quelle: Robert Serrou: Lustiger „Cardinal, juif et fils d’immigre“. Perrin 2001.

 

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