Die Kleine Araberin – die heilige Maria von Jesus dem Gekreuzigten

Autor: ks. Mieczysław Piotrowski TChr

Die heilige Maria Baouardy von Jesus dem Gekreuzigten (die Kleine Araberin) hatte mystische Erlebnisse und trug die Stigmata an ihrem Körper - die gleichen Wunden, die auch Christus zugefügt wurden. Auf wundersame Weise überlebte sie ihren eigenen Märtyrertod für den Glauben. Als junges Mädchen legte sie die Gelübde der Keuschheit ab und trat im Alter von 21 Jahren in den Karmel in Pau ein. Ihr ganzes Leben war voller unfassbarer Gnaden Gottes, aber das Fundament ihrer Heiligkeit war die Demut.

Im August 1870 fuhr Schwester Maria von Jesus dem Gekreuzigten zusammen mit funf anderen Schwestern zu einer Missionsstation nach Mangalore in Indien. Wahrend dieser Schiffsreise starben drei der Schwestern.

In Mangalore

Nach der Ankunft im Kloster in Indien durchlebte Maria eine Phase intensiver Versuchungen. Der Satan erschien ihr in Gestalt verschiedener Heiliger und versuchte, sie dazu zu uberreden, das Kloster zu verlassen und zu heiraten. Schwester Maria entlarvte jedes Mal seine Gegenwart und vertrieb ihn mit dem Kreuzzeichen. Den Schwestern sagte sie: „Der Herr lasst die Versuchung nur deshalb zu, damit wir wachsen können. Lasst euch niemals entmutigen, ihr seid schließlich keine Engel. Ich kann nichts aus mir selbst heraus, nichts außer der Sünde, aber Gott kann große Dinge in mir tun.“ Die Entmutigten ermunterte sie zum Vertrauen in die unendliche Barmherzigkeit Gottes: „Den Zerknirschten, Demütigen und Gerechten vergibt Gott immer alle Sünden.“
Ihre erste Ordensprofess legte Schwester Maria am 21. November 1871 in der Klosterkapelle in Mangalore ab. Nach der Ablegung der Ordensgelübde wies sie in Ekstase auf das Allerheiligste Sakrament und rief entzückt aus: „Da ist die Liebe!“ Als man sie später fragte, was man tun müsse, um so wie sie Jesus lieben zu können, bückte sie sich, hob ein wenig Staub von der Erde auf und sagte: „Man muss so klein werden wie dieser Staub!“

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