Ich brauche mich vor nichts zu fürchten…

Autor: Zeugnis

Vor Gott brauche ich nichts zu verheimlichen, im Beichtstuhl kann ich ganz ich selbst sein und Jesus demütig all das bekennen, was mich und meine Beziehung zu Ihm zerstört.

Ich schreibe von einem Ort aus, um den man normalerweise einen großen Bogen macht. Ich heiße Martin. Seit drei Jahren sitze ich im Gefängnis. Seit zwei Jahren habe ich dank wunderbarer Menschen, die ich sehr schätze, begriffen, was im Leben wirklich zählt.

Das Erste, was ich verstanden habe, war die Tatsache, dass ich mich bei Gott vor nichts fürchten muss, auch nicht vor meiner Sündhaftigkeit, und dass ich, so wie ich bin, ganz aufrichtig, im Beichtstuhl vor Jesus hintreten und Ihm demütig all das bekennen darf, was mich und meine Beziehung zu Ihm zerstört.

Die göttliche Barmherzigkeit hat mich gerettet, und das Beten des Barmherzigkeitsrosenkranzes gehört für mich zum festen Tagesablauf dazu. Hier, hinter diesen Mauern, kann man wirklich einiges begreifen – erfahren, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt.

Der Glaube rettet. Derselbe Christus, der seit den Zeiten der Apostel in der Kirche wirkt, ist die ganze Zeit über anwesend und wirkt auch mitten unter uns.

Als Wiederholungstäter habe ich fast alles in meinem Leben verloren. Als ich jedoch die Wahrheit gefunden habe, die in der Bibel niedergeschrieben ist, habe ich verstanden, wie sehr ich mich geirrt hatte. Nun ist die Bibel mein Führer und Wegweiser.

Heute fühle ich die Wirkung der göttlichen Barmherzigkeit. Ich denke auch daran, nicht nur „zu reden“, sondern auch zu handeln. Denn was ist der Glaube ohne Werke?

Am Ende dieses Briefes möchte ich noch sagen, dass Gottes Barmherzigkeit mich verändert hat. Ich habe mich mit meinem Bruder ausgesöhnt, meinem Vater verziehen, der nicht mehr am Leben ist, und mit den Süchten aufgehört …

Wir sollten all unsere Sorgen Gott anvertrauen, und Er wird sich um uns kümmern.

Martin

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