Homosexualität - 10 Argumente Dagegen

2010-01-05

Autor: von DDr. Dariusz Oko

Seit längerer Zeit sind wir Zeugen und Ziel der Promotion der Homosexualität. Es wird eine eigenartige Politik der vollzogenen Tatsachen betrieben, wodurch der Eindruck erweckt werden soll, dass die Sache als abgetan erklärt werden kann. Die intellektuelle Ehrlichkeit gebietet jedoch, auch Gegenargumente zu Wort kommen zu lassen.

 

Es soll hier zumindest an einige Grundargumente der Vernunft und des Glaubens gegen die Homosexualität erinnert werden, es soll klar und entschieden festgestellt werden, dass die aktive Homosexualität und das Christentum (ähnlich wie andere Weltreligionen) nicht zu vereinen sind, dass das Eine abgelehnt, wenn das Andere gewählt wird. Hier gibt es ein radikales Entweder-Oder, ein Kompromiss kommt nicht in Frage, und der Bergriff der „christlichen Homosexualität” hat in etwa so viel Sinn wie der Begriff hölzernen Eisens oder quadratischen Rades.
1. Für den gesunden Menschenverstand ist die Akzeptanz der Homosexualität selbstverständlich undenkbar. Der Mensch aber, wenn er starrköpfig ist, ist im Stande, bis zu seinem Lebensende jede beliebige Absurdität zu verteidigen. Begegnet man also wieder einer solchen Absurdität, so ist es viel angemessener, sich nicht auf sie zu konzentrieren, sondern vielmehr auf die Analyse der Persönlichkeit dessen, der diese von sich gibt, und auf die Überlegung, worin der Fehler des Verstandes, der so etwas wählt, besteht und woher dieser herrührt. Es lässt sich normalerweise aufdecken, welche negativen Bedingtheiten, welche Kindheitstraumata, welche Einflüsse einer Konsumgesellschaft, welche Ressentiments, Illusionen, Mechanismen der Rationalisierung und des Selbstbetruges diesem Fehler zugrunde liegen. Üblicherweise bestätigt sich die folgende Faustregel: die Apologie der Deviation rührt von dieser selbst beziehungsweise von einer anderen her.
Der Verstand sollte im Stande sein, den Sinn und den Wert der menschlichen Geschlechtlichkeit zu begreifen. In solch einer gewaltigen Dynamik, die tiefgreifend einen jeden und eine jede von uns bestimmt, drückt sich wesentlich unsere Gottebenbildlichkeit aus, sie soll zu einer Gemeinschaft der tiefsten Liebe führen, welche die Liebe innerhalb der Dreifaltigkeit widerspiegelt, sie soll ein Kind zur Welt bringen, das höchste Gut und Glück. In Gottes Plan soll die Ehe das Abbild seiner Liebe sein, die Vorstufe des Himmels.
Der Mensch aber ist fähig, alles zunichte zu machen, selbst das Schönste. Eine Gabe fordert Disziplin. Mit der Sexualität ist es ähnlich wie beispielsweise mit einem anderen menschlichen Bedürfnis, nämlich mit dem Essen. Beide Bedürfnisse sind von Bedeutung und beide sind lebenswichtig. Wenn man jedoch beim Essen kein rechtes Maß einhält, so wird sowohl die Lebensqualität als auch die Aussehensästhetik beeinträchtigt, man lässt mehrere Kilo Fett ansetzen, die einen (buchstäblich und im übertragenen Sinne) zu Boden drücken, in Krankheiten, ins Leiden und im Endeffekt (verfrüht) ins Grab treiben. So verwandelt sich das Essen als die Quelle des Lebens in die Quelle des Todes. Ähnlich verhält es sich manchmal mit der Geschlechtlichkeit.
2. Es gibt in der Bibel wenige Dinge, die so eindeutig verurteilt werden. Im Buch Genesis lesen wir: Das Klagegeschrei über Sodom und Gomorra, ja, das ist laut geworden, und ihre Sünde, ja, die ist schwer (Gen 18,20). Von diesen Sünden wird vor allem nur die Homosexualität genannt, für Gott ist diese offensichtlich besonders schwerwiegend und abstoßend. Während Lot bei sich zwei Fremde empfängt, kommen an sein Haus alte und junge Bewohner von Sodom heran und sagen zu ihm: Heraus mit ihnen, wir wollen mit ihnen verkehren (Gen 19,5). Auf sein Flehen antworten sie mit Drohungen und Gewalt. Das Maß wird voll, Sodom und Gomorra werden vernichtet, gerettet wird nur ein einziger Gerechter – Lot mit seiner Familie. Von diesem Ereignis stammt der Ausdruck Sodom und Gomorra für eine extreme menschliche Sittenlosigkeit und moralische Verblendung. Unabhängig davon, mit welcher literarischen Gattung wir hier zu tun haben, ist die Aussage dieser Parabel klar. Die ähnliche Geschichte lesen wir im Buch Richter 19,22-20.48.
Der hl. Paulus sagt deutlich, dass Homosexuelle, wie auch andere Sünder, welche nicht bereit seien, sich zu bekehren, die ewige Verdammnis riskieren: Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben (1 Kor 6,9f.). Für den hl. Paulus ist die Homosexualität eines der Zeichen dafür, wie tief der Mensch gefallen, wie sehr er selber widersprüchlich, wie weit er von Gott gegangen ist (vgl. Röm 1, 18-32). Ihm ist auch die Propaganda bekannt, die Gott ins Gesicht spottet:Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, dass, die solches tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun (Röm 1, 32). Ähnliches finden wir im Brief an Timotheus (1, 3-11) und im Buch Levitikus (18, 19-23). Solch ein entschiedenes Zertreten der Absicht Gottes, solch ein Bestreiten des natürlichen Komplements von Mann und Frau, muss den Menschen auf vielen Gebieten zutiefst verletzen und vernichten, muss mit der Zeit katastrophale Auswirkungen nach sich ziehen.
Für die Kirche ist die schon immer verkündete und universale Lehre unwiderruflich. Eine solche Lehre ist die Verurteilung der Homosexualität, die Johannes Paul II. und Benedikt XVI. – selbst oder durch die Dokumente des Heiligen Stuhles - mehrmals wiederholten. Sie ist im Katechismus der katholischen Kirche zu finden (Punkte 2357-2359, 2396). Dort heißt es, die Veranlagung eines Homosexuellen allein (da doch unverschuldet) sei keine Sünde, sondern eine Prüfung, eine Herausforderung, mit der er zu ringen habe, genauso wie jeder andere Mensch mit schlechten Neigungen kämpfen müsse, die er bei sich entdecke. Die Sünde sei erst, der krankhaften Neigung zu erliegen. Es wird aufgefordert, den Homosexuellen beim Kampf mit sich selbst zu helfen, ihnen mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Die bekannteste und meistanerkannte gegenwärtige Heilige, die selige Mutter Theresa von Kalkutta, stellt fest: Wir haben nach dem Plan zu leben, nach dem wir erschaffen wurden: die Homosexualität ist widernatürlich. Was bedeuten uns diese höchsten moralischen Autoritäten? Wen wählen wir, wem sagen wir unser Ja, und wem unser Nein?
3. Argumente, die für die Homosexualität herangeführt werden, überzeugen nicht. Wegen der Kürze des Textes versuchen wir eine Gesamtargumentation per absurdum und advocatus diaboli. Ist es möglich, viele Argumente zu liefern, die (angeblich) für die Homosexualität sprechen, und die zugleich für andere Erscheinungen nicht sprechen, welche gewöhnlich für eine sexuelle Deviation gehalten werden? Soll jede dieser Handlungsweisen unter Umständen auf ähnliche Rechte Anspruch erheben, welche der Ehe zukommen? Und wenn nicht, dann welche der Handlungsweisen und weswegen? Und welcher sexuellen Minderheit sollte man „das Recht auf den öffentlichen Raum”, auf Märsche, Paraden mit „den Partnern” gewähren, und welcher nicht? Existiert für die Anhänger der Homosexualität – außer Pädophilie – so etwas wie eine sexuelle Deviation, und wenn schon, dann wie lässt sie sich definieren und was und warum schließt sie ein?
An Rechten fehlt es Homosexuellen heutzutage nicht, sie werden nicht verfolgt. Bestehende gesetzliche Regelungen ermöglichen durchaus die Sicherung ihrer Interessen, es dürfen ihnen aber solche Begünstigungen nicht zukommen, auf welche die Eheleute auf Grund der großen Mühe und Aufwand, die mit dem Großziehen der Kinder einhergehen, Anspruch haben. Homosexuelle haben ihre Klubs, Organisationen, Zeitschriften und Lobbys. Bedroht sind hingegen Familien, Ehen, Kinder und Jugendliche, unter anderem auch von Homosexuellen. Homosexuelle benötigen keine rechtlichen Privilegien, sondern eine geistige Befreiung und gute Therapeuten.
4. Von den Argumenten für die Homosexualität wird oft dieses vorgebracht, dass es
homosexuelle Beziehungen gibt, die gelungener sind (dies entspricht der Wahrheit) als manche Ehen. Ein falsches Argument. Wichtiger als die Einzelfälle ist das Ganze, wenn möglich alle Fälle. Es ist gemeinhin bekannt, dass homosexuelle Beziehungen im Durchschnitt viel weniger gelungen sind, sie sind emotional, moralisch und religiös ärmer, durchschnittlich dauern Sie 1,5 Jahr. Homosexuelle wechseln viel öfter ihre Partner und begehen öfter Verführungen und Pädophilie, 80% von Pädophilie Fällen in der Katholischen Kirche von USA sind von homosexuellen Priester begangen. Sie bekommen auch öfter Geschlechtskrankheiten. Überproportional zu ihrer Anzahl haben Homosexuelle zum Aidsausbruch beigetragen. Im letzten Jahr in Deutschland 60% von neuen Aids Erkränkungen waren Homosexuellen, also wenn Sie nur 2% Bevölkerung bilden, haben Sie 73 Mal (!) grössere Wahrscheinlichkeit, dass Sie Aidskranke werden. In ihren Kreisen kommt es deutlich öfter zum Verbrechen (proportional zur Anzahl) und sogar zu Sexualdelikten. Unabhängig auch davon, wie gelungen oder nicht gelungen ihre Partnerschaften sind, ist es schwer, von ihnen Kinder zu erwarten, ohne die wir zukunftslos sind. Die Propaganda, die verkündet, dass ihre Beziehungen genauso gut seien wie die Ehen, ruft jene Propaganda in Erinnerung, die uns so viele Jahre lang einzureden versuchte, dass die sozialistische Staatsform besser sei als die kapitalistische, und dass sich in der Sowjetunion besser leben lasse als in den Vereinigten Staaten. Man muss gegen die Propaganda der Homosexualität in ähnlicher Weise widerstandsfähig werden wie gegen die Kommunistische.
5. Der Ursprung dieses Phänomens ist ziemlich bekannt. Zwar ist den Wissenschaftlern nicht gelungen, Gene für die Homosexualität zu finden. Aber selbst wenn es diese gäbe, wären sie keine hinreichende Rechtfertigung, denn nicht alle Gene sind gut. In der Jugendzeit kann der Homosexualität eine Verführung beziehungsweise Prostitution oder einfach ein „Probieren” aus Dummheit zugrunde liegen. In der Kindheit sind pathologische Relationen mit den Eltern und die von ihnen stammenden tiefsten homosexuellen Verletzungen die Hauptursache. Bei einem Jungen handelt es sich meistens um das Gefühl der Ablehnung durch einen kalten, gleichgültigen oder gar oppressiven Vater. Daher sucht der Junge seinen Vater in einem anderen Mann. Bei Mädchen ist oft der Sexuelle Missbrauch die Urquelle. Ursache kann auch in der fehlenden Akzeptanz von dem Geschlecht des Kindes durch die Eltern liegen. Die Homosexualität ist eine Unreife, Unfähigkeit die verantwortungsvollen Beziehungen zum anderen Geschlecht zu knüpfen. Verschiedene Faktoren können als mildernder Umstand angesehen werden, sie können einen Homosexuellen wesentlich oder sogar ganz rechtfertigen, aber sie müssen es nicht tun. Sofern aber der Mensch trotz aller Bedingtheiten frei bleibt, verantwortet er seine Entscheidungen. Was die Konsequenz der Determiniertheit oder der Freiheit ist, weiß nur der Allmächtige, das erfahren wir am Jüngsten Gericht, deswegen darf niemand in bezug auf sein persönliches Verdienst oder seine Schuld verurteilt werden, denn wir verfügen nie über das notwendige Wissen. Wir müssen also (allein schon, um die Jugend zu warnen) immer sagen, dass die aktive Homosexualität schlecht ist, dass sie eine Krankheit oder eine Sünde ist, aber wir dürfen nie sagen, dass sie von einem Homosexuellen persönlich verschuldet ist. Die wichtigste Aufgabe hier auf Erden ist erstens: die absolute Treue unserem Gewissen gegenüber und zweitens: absolute Aufgeschlossenheit für seine Berichtigung – nur dafür werden wir gerichtet, denn nur das hängt von uns ab.
Die Homosexualität ist auch im sozialen Horizont zu erklären, sie ist einfach eine der uns plagenden Erkrankungen. So wie der Körper von hunderten von Krankheiten bedroht wird, so ist es auch mit dem Geist. Die Krankheit des Körpers ist oft das Bild und Folge der Schwäche, d.h. der Krankheit des Geistes. Rauchen oder permanentes „Zuvielessen“ sind schädlich. Nichtsdestoweniger rauchen 70 % der Erwachsenen und 80% sind übergewichtig, manchmal in beunruhigendem Maße. Ärzte warnen davor, dass ungefähr 50% unserer Krankheiten (also auch 50% der Operationen, der Krankenhausaufenthalte, des Leidens und der Kosten) auf unsere Zügellosigkeit zurückzuführen sind, auf unsere Süchte, durch die wir uns selbst auf Raten töten. Soll es einen also wundern, dass wir, wenn wir so oft zu schwach sind, als dass wir elementare Prinzipien des gesunden Lebens befolgen könnten (obwohl die Gesundheit von solcher Bedeutung ist), gesunde Prinzipien der Geschlechtlichkeit oft nicht einhalten? In der Welt gibt es ca. 1% Pädophilen, 1,5% Drogenabhängig, 2% Homosexuelle und 5% Alkoholiker. Man muss alles für sie tun, was möglich ist. Aber sollte man ihrer guten Verfassung willen zugeben, dass sie die Welt durchaus richtig wahrnehmen und sich korrekt verhalten? Sollten somit die übrigen für nicht normal gehalten werden?
6. Die Offensive der Homosexualität soll im breiteren Kontext der allgemeinen Dekadenz betrachtet werden, als ein Element der Prozesse negativer Christianisierung, Laizisierung und Atheisierung der Konsumgesellschaft. Im besonderen Wohlstand, in der Überfülle der Güter sind wir nicht selten außer Stande, mit dieser Vielfalt zu Rande zu kommen (vgl. beispielsweise das dekadente Rom und dann das späte Byzanz). Solch eine Fülle der Güter wie heutzutage gab es nie zuvor. Oft geben wir uns der Täuschung hin, dass der Lebenssinn in unbeschränktem Konsum besteht.
Auch die Sexualität (im Grunde aber der Mensch selbst) wird zu einer Ware degradiert, die stets zur Hand sein muss. Pornographie ist an jedem Kiosk zu kaufen, im Übermaß ist sie im Internet zu finden. Immer öfter schauen sich die Kinder von der Grundschule dies an, wodurch sie ihre Psyche womöglich für immer zerschmettern. Im immer dichteren Netz der Begleitagenturen kann man sich sehr leicht einen Körper kaufen. Die meisten der dort tätigen Frauen (Millionen auf dem Kontinent) werden zu diesem schmutzigen Gewerbe mit Gewalt gezwungen, sie werden zu Sexualsklavinnen, so vergehen sich an ihnen tagtäglich Zuhälter und die Kundschaft – und dies in jeder europäischen Stadt, im 21. Jahrhundert, nur wenige Straßen von uns entfernt. Wer setzt sich für diese „Minderheit” ein? Wer setzt sich für die Strichjungen ein, die von Homosexuellen ausgebeutet werden? Kinder und Jugendliche werden intensiv verdorben, damit an ihrem Unglück verdient werden kann. Im Europa wachsen die nächsten Generationen heran, die durch Zeitschriften wie Popcorn und Bravo Girls erzogen wurden, in denen Kindern eingetrichtert wird, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, wenn sie im Alter von 15 Jahren noch keinen Verkehr hatten. In solch einer Atmosphäre muss Sex immer zugänglich sein, und eine längere Enthaltsamkeit ist geradezu unvorstellbar. Wenn jemand nicht im Stande ist, heterosexuell zu leben, dann kann er selbstverständlich die Lebensart der Homosexuellen wählen, denn ein jeder hat das „heilige” Recht auf die „Liebe”, wann auch immer und wie auch immer.
Das ist gleichsam eine empirische Bestätigung der Wahrheit über die tiefe Not des Menschen, über die auch solche Denker wie Pascal, Kierkegaard, Nietzsche oder Weil geschrieben haben.
7. Die Kirche verkündet, dass die irdische Etappe unseres Weges nicht dazu da ist, das Maximum an Vergnügen zu erleben, sondern vielmehr das Maximum des Guten zu tun, von dem gleichsam das Maximum an Glück hervorgeht (folglich auch an Vergnügen). Erotik ist eine wichtige und schöne Form der Liebe, aber nicht die einzige und die wichtigste. Es ist zum Beispiel noch bedeutungsvoller, zur Verteidigung der liebsten Person zu leiden, zu kämpfen und sogar zu sterben. Sex muss nicht „immer sein”. Das Leben ist manchmal sehr hart, es ist manchmal ein Todeskampf um sich selber und andere. Eine Ehefrau, ein Ehemann, ein Priester werden oft in Versuchung geführt, Ehebruch zu begehen. Und in welche Versuchung wird ein Pädophile geführt! Aber alle, die dieser Versuchung erliegen, führen zu einer (zumindest einer geistigen) Katastrophe. Wenn sie jedoch siegen, empfinden sie schneller als gedacht das Glück des reinen Gewissens, die Nähe des Herrn. Dasselbe trifft auf Homosexuelle zu. Nirgendwo gibt es jemanden, der von den Grundrechten der Existenz und der Ethik ausgenommen wäre. Der Allmächtige, der das Bild von der Frau und dem Mann, etwas so Schönes wie die eheliche Liebe und Familie geschaffen hat, wie schön und gut muss er selber sein! Wie sehr lohnt es sich, auf ihn zu vertrauen, wenn er neben der Gabe auch die Grundsätze gibt, nach denen man sich über diese Gabe freuen soll; wenn er sagt, dass man für eine Zeitlang oder sogar für immer auf diese Gabe verzichten muss, um andere Aufgaben zu erfüllen, um hier auf Erden in ein direkteres Verhältnis zu ihm zu treten. Dieser Weg kann auf seltene Höhen der Menschlichkeit führen – wie beim Papst oder bei der Mutter Theresa.
8. Homosexualität ist nur einer der Bestandteile der Persönlichkeit und kann mit vielen, sogar sehr positiven, Eigenschaften in Verbindung gebracht werden. Ein jeder Mensch kann eine eigenartige Zusammensetzung von Licht und Dunkel, von Größe und Nichtigkeit, von Stärke und Schwäche, von Klugheit und Dummheit, von Heiligkeit und Sünde sein – in geradezu unvorstellbaren Kombinationen! Homosexuelle können in vielerlei Hinsicht viel erreichen, sie können beispielsweise herausragende Künstler sein. Vielleicht konzentrieren sie sich gerade aus diesem Grund auf das Ästhetische, denn sie wissen, was mit ihnen in der ethischen Dimension geschieht. Sie bewahren aber immer die unendliche Würde der Person und des Gotteskindes. Von daher auch sollen sie geschätzt und toleriert werden. Das ändert aber die Beurteilung ihres Handelns keinesfalls. Die Toleranz schließt in sich logisch gerade das Verbot der Propagierung dieses, was wir nur tolerieren, also offenkundig für falsch oder schlecht halten. Selbst wenn nicht 5%, sondern 100% der Menschen Alkoholiker wären, würde die Verderblichkeit des Alkoholismus nicht um einen Deut reduziert, mehr sogar – durch das Kumulieren der Auswirkungen würde sie gesteigert. Da wir mit so vielen Dingen nicht zurecht kommen, da die Elimination der Sünde die Elimination des Sünders selbst bedeuten würde, müssen wir in uns und in anderen vieles tolerieren, was offenkundig schlecht ist, selbstmörderisch, aber wir dürfen es keinesfalls propagieren. Wir tolerieren das Böse, denn wir sind außer Stande, es wegzuschaffen, aber nicht damit es weiter um sich greift.
9. Es sollte nicht wundern, dass es neben Homosexuellen auch manch andere gibt, die deren Entscheidungen billigen. Wie oft war die Mehrheit im Irrtum, wenn sie die Kirche und Gott gänzlich ablehnte. Was im polnischen Parlament während der sowjetischen Versklavung nicht alles (sogar einstimmig) abgesegnet wurde, und manches Mal im Namen neuer, „wissenschaftlicher” Ideen. Der ganze Marxismus gab sich als strengwissenschaftlich vor. Nicht alles, was sich als Wissenschaft ausgibt, ist tatsächlich Wissenschaft, und nicht jedes „neue” Phänomen in der Gesellschaft bedeutet Fortschritt. „Neu” und „anders” sind auch manchmal mutierteViren alter Krankheiten, und wie gefährlich können sie sein, wie schnell vermehren sie sich! Wie viele Male schon schien die Kirche in der Auseinandersetzung mit dem Antichristentum (nicht zuletzt mit dem Totalitarismus) auf verlorenem Posten zu stehen und zur Vernichtung verurteilt zu sein.
10. Was aber tun, wenn selbst uns bekannte oder nahestehende Menschen den Weg nach Nirgendwo, den Weg des Todes betreten und wenn sie weiterhin so gehen werden, taub gegenüber allen Argumenten? Je verlorener die Menschen sind, um so mehr Verständnis, Liebe, Barmherzigkeit, und vor allem Hilfe, benötigen sie. Oft leiden sie infolge ihrer Taten, und schon hier auf Erden bekommen sie den Vorgeschmack der Hölle. Erschütternd wirken die Zeugnisse der Homosexuellen, denen es gelungen ist, sich aus diesem Kreis loszureißen. Selbst auf den entlegensten Abwegen suchen sie im Grunde immer, wie wir alle, das Eine – die unendliche Liebe, und diese Suche kann sie noch bekehren und erretten. Viele von ihnen ringen noch mit sich selbst und mit ihrem Umfeld – um sich selbst. Viele schaffen es, viele können sich noch retten. Vor allem kann und will der Allmächtige einen jeden erretten, doch es wurde uns keineswegs zugesichert, dass wir auch wider unseren Willen errettet werden.
Trotz allem oder vielmehr im Hinblick auf all das gilt es, die Faszination für das Leben aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln, alle Kräfte des Geistes zu mobilisieren. Je besser und schöner man lebt, um so überzeugender wirkt man, um so besser kann man den anderen helfen.

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