Philippinen: Bomben gegen Christen

2010-10-13

Mindestens sechs Tote und vier Verletzte hat am Dienstag eine Serie von Bombenanschlägen im Süden des Landes gefordert.

Zwei Sprengsätze detonierten vor der Kathedrale von Isabela City, der Hauptstadt der Provinz Basilan. Auch Regierungsgebäude und das Wohnhaus eines Richters wurden in Mitleidenschaft gezogen. Anschließend lieferten sich die unbekannten Täter laut Medienberichten ein Feuergefecht mit Sicherheitskräften, bevor sie auf Motorrädern entkommen konnten. Der Bischof von Isabela, Martin Jumoad, forderte in einem Interview mit dem Sender „Radio Veritas“ ein entschiedenes Vorgehen gegen die Attentäter. „Das Militär und die Polizei müssen die Rebellengruppen, die die Kathedrale in Isabela City angegriffen haben, neutralisieren“, sagte der Bischof. Die Behörden machen islamistische Gruppierungen für die Anschläge verantwortlich. Die mehrheitlich von Muslimen bewohnten Insel Basilan gehört zu großen Teilen zur „Autonomen Region Muslimisches Mindanao“. Dort kämpfen Rebellen für eine weitgehende Unabhängigkeit von den Philippinen. Alleine im vergangenen Jahr wurden in der Region mindestens vier Bombenschläge auf Kirchen verübt. Seit 1986 sind 16 Geistliche und neun Ordensfrauen entführt worden. Fünf Priester wurden von ihren Entführern umgebracht.
 

Radio Vaticana

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