"Licht der Welt" - das neue Buch von Benedikt XVI.

2011-02-21

Autor: Radio Vaticana, Benedikt XVI.

Was steht alles drin im neuen Papst-Buch? Hier sind ein paar Zitate daraus.
 

Benedikt über sich selbst: „Durch mein ganzes Leben hat sich immer die Linie hindurchgezogen, dass Christentum ... Freude macht, Weite gibt... Aber gleichzeitig war immer gegenwärtig, ... dass das Evangelium gegen machtvolle Konstellationen steht.“ (S. 25) „Mystiker bin ich nicht.“ (S. 31) „Was den Papst angeht, so ist auch er ein einfacher Bettler vor Gott – mehr noch als alle anderen Menschen.“ (S. 32)

Zum Fall Williamson: „Da ist unglaublich viel Unsinn verbreitet worden, auch von gelehrten Theologen... Wobei ich sagen muss, dass hier unsere Pressearbeit versagt hat.“ (S. 38)

Zu den Missbrauchsskandalen: „Ja, es ist eine große Krise, das muss man sagen. Es war für uns alle erschütternd. Plötzlich so viel Schmutz... Die Sache kam für mich nicht ganz unerwartet... Aber in dieser Größenordnung war es trotzdem ein unerhörter Schock.“ (S. 40)

Zur Frage, ob er sich einen Rücktritt vorstellen könnte: „Ja. Wenn ein Papst zur klaren Erkenntnis kommt, dass er physisch, psychisch und geistig den Auftrag seines Amtes nicht mehr bewältigen kann, dann hat er ein Recht und unter Umständen auch eine Pflicht,
zurückzutreten.“ (S. 47)

Zum Skandal um die Legionäre Christi: „Für mich bleibt Marcial Maciel eine mysteriöse Gestalt. Da ist einerseits ein Leben, das, wie wir nun wissen, jenseits des Moralischen liegt, ein abenteuerliches, vertanes, verdrehtes Leben. (Aber:) Viele sind von einer falschen Gesalt letztendlich doch zum Richtigen gerufen worden. Das ist das Merkwürdige, der Widerspruch...“ (S. 57)

Zum Zölibat: „Wie können wir junge Menschen wieder zum Zölibat erziehen? Wie können wir die Priester stützen, dass sie ihn so leben, dass er auch ein Zeichen bleibt in dieser verworrenen Zeit, in der ja nicht nur der Zölibat, sondern auch die Ehe in einer großen Krise ist?“ (S. 58)

Zu Kondomen: „Die bloße Fixierung auf das Kondom bedeutet eine Banalisierung der Sexualität, und die ist ja gerade die gefährliche Quelle dafür, dass so viele Menschen in der Sexualität nicht mehr den Ausdruck ihrer Liebe finden, sondern nur noch eine Art von Droge, die sie sich selbst verabreichen.“ (S. 146)

Zur Verhütung: „Die Perspektiven von Humanae vitae bleiben richtig. Nun aber wiederum Wege der Lebbarkeit zu finden, ist etwas anderes.“ (S. 175)

Zur Homosexualität: „Wenn jemand tiefsitzende homosexuelle Neigungen hat - man weiß bislang nicht, ob sie wirklich angeboren sind oder in frühkindlicher Zeit entstehen -, wenn sie jedenfalls in ihm Macht haben, dann ist dies für ihn eine große Prüfung, so wie einen Menschen auch andere Prüfungen belasten können. Aber das bedeutet nicht, dass Homosexualität dadurch moralisch richtig wird, sondern sie bleibt etwas, das gegen das Wesen dessen steht, was Gott ursprünglich gewollt hat.“ (S. 180)

Zur Abendmahlsgemeinschaft: „Nicht nur die katholische Kirche, auch die gesamte Weltorthodoxie lehrt, dass nur, wer ganz im Glauben zu ihr gehört, die Eucharistie empfangen kann.“ (S. 176)

Über Priesterweihe für verheiratete Männer: „Dass Bischöfe in der Verwirrung der Zeit auch darüber nachdenken, kann ichschon verstehen. Schwierig wird es dann, zu sagen, wie ein solches Nebeneinander überhaupt aussehen sollte.“ (S. 177)

Zur Priesterweihe für Frauen: „Es ist nicht so, dass wir sagen, wir mögen nicht, sondern: wir können nicht... Wir sind kein Willkürregime. Wir können nicht machen, was wir wollen. Sondern es gibt einen Willen des Herrn für uns...“ (179)

 

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Quelle: www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=441308

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