2017-3 Zeugnisse

Die „Unterschrift“ des hl. Charbel

Sep 01, 2017 Zeugnis

Der hl. Charbel war mir gänzlich unbekannt, bis er auf außergewöhnliche Weise in das Leben unserer Familie trat

Am Vorabend zum Fest der Göttlichen Barmherzigkeit 2015 machten meine Frau und ich Exerzitien in unserer neokatechumenalen Gemeinschaft. Die Kinder blieben unter Aufsicht zu Hause. Am Samstag, während der Exerzitien, hörte ich von dem Katecheten Worte, die sich später als sehr bedeutsam für mich herausstellen sollten: „Hättest du den Geist Jesu Christi und es würde irgendetwas Schwieriges in deiner Familie passieren, der Verlust deines Arbeitsplatzes, ein Einbruch oder Ähnliches, dann würdest Charbel du hier herausgehen und sagen: »Lob sei Dir, Herr Jesus. Ich danke Dir dafür, denn Du tust etwas Neues für mich.«“ Mit diesen Worten wurden wir nach der Katechese in die Pause entlassen. Da rief meine Tochter Ania an und begann chaotisch zu erklären, dass unser Sohn Paul nicht atmet. Schnell stiegen wir ins Auto. Unterwegs erfuhren wir, was passiert war. Paul hatte in einem Sandberg hinter dem Haus gespielt, indem er darin Tunnel ausgrub. Als Ania die jüngeren Kinder zum Mittagessen rief, kamen alle außer Paul. Er blieb, wo er war, und spielte vergnügt weiter. Als er seinen „Sandkasten“ verließ, fiel er rückwärts in einen der Tunnel. Sofort fiel der Sand so über ihm zusammen, dass nur noch seine Füße ein klein wenig zu sehen waren. Die besorgte Ania begann, den Jungen zu suchen. Sie ging mehrmals an dem Sand vorbei, um dort nach ihm zu schauen, dann suchte sie ihn bei den Nachbarn und im Haus der Oma. Alle waren bereits beim Mittagessen, nur Paul war immer noch nicht da. Nach einigen Minuten erst bemerkte Ania die Füße des Jungen, die aus dem Sand herausragten. Sofort rief sie um Hilfe. Ein Nachbar, der unweit dieser Stelle arbeitete und in der Regel laute Maschinen in Betrieb hatte, machte gerade eine Pause und lief so schnell wie möglich herbei, als er ihre Schreie hörte. Zusammen mit Ania fingen sie an, Paul aus dem Sand zu befreien. Ehe sie ihn gefunden und herausgeholt hatten, waren etwa 17 Minuten vergangen. Erst dann begann der Nachbar mit der Mund-zu-Mund-Beatmung. Leider ohne Ergebnis…

Der Rettungswagen kam. Die Ärzte schlossen Paul an das Beatmungsgerät an und transportierten ihn mit dem Hubschrauber in das nächste größere Krankenhaus. Ich erinnere mich, wie der Arzt vor dem Start andeutete, dass wir uns von unserem Sohn verabschieden sollten… Im Krankenhaus sagten alle, der Zustand des Jungen sei kritisch. Man gab uns nicht den Hauch einer Hoffnung, dass er wieder gesund werden könnte… Nach einer Woche versuchte man, ihn vom Beatmungsgerät zu trennen, aber Paul wies keine selbständige Atemtätigkeit auf.

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