2017-4 Göttliche Barmherzigkeit

Der letzte Rettungsanker

Apr 24, 2018 Sr. Marietta ZSJM

Der Barmherzigkeitsrosenkranz. Was hat dieses Gebet in sich, dass so viele Menschen es in so vielen Sprachen der Welt kennen und beten?

Um auf diese Frage eine Antwort zu erhalten, sollten wir Jesus selbst und seine heilige Sekretärin, Schwester Faustina, zu Wort kommen lassen. Unter dem Datum des 13. Dezember 1935 lesen wir im Tagebuch von einem außergewöhnlichen Ereignis. Faustina erblickte einen Engel, der auf Befehl Gottes der Erde Zerstörung bringen sollte, insbesondere einem bestimmten Ort. Die Schwester betete um Rettung, aber ihr Gebet blieb erfolglos. Genau da hörte sie zum ersten Mal in ihrem Innern die Worte des uns bekannten Rosenkranzes zur Göttlichen Barmherzigkeit. Als sie mit diesen Worten betete, wurde das Urteil Gottes zurückgenommen. Am nächsten Morgen, als Schwester Faustina in die Kapelle kam, hörte sie in ihrem Innern die folgenden Worte: „Bete, so oft du in die Kapelle kommst, sogleich das Gebet, das Ich dich gestern gelehrt habe!“ Die Mystikerin berichtet weiter: „Als ich dieses Gebet gesprochen hatte, hörte ich in meiner Seele die Worte: »Dieses Gebet ist für die Besänftigung Meines Zorns. Du wirst es an neun aufeinanderfolgenden Tagen auf einem gewöhnlichen Rosenkranz folgendermaßen beten…«“ (Tagebuch, 476). An dieser Stelle nennt Jesus die Worte des uns bekannten Barmherzigkeitsrosenkranzes sowie die genaue Art, dieses Gebet zu verrichten.

Die Verheißungen Jesu des Herrn

„Bete, so oft du in die Kapelle kommst, sogleich das Gebet, das Ich dich gestern gelehrt habe!“

Die Umstände, unter denen der Barmherzigkeitsrosenkranz zustande kam, sind also ungewöhnlich. Doch damit ist die geistige Schönheit sowie der außergewöhnliche Wert dieses Gebets noch nicht erschöpft. Hier sind Jesu Worte, der selbst zur Verrichtung dieses Gebets ermutigt: „Bete unaufhörlich diesen Rosenkranz, den Ich dich gelehrt habe. Wer immer ihn beten wird, wird große Barmherzigkeit in seiner Todesstunde erfahren. Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker geben; denn wenn es auch der verhärtetste Sünder sein sollte, so wird er, wenn er nur einmal diesen Rosenkranz betet, Gnade von Meiner unendlichen Barmherzigkeit erlangen“ (Tagebuch, 687). „Durch das Gebet dieses Rosenkranzes gefällt es Mir, alles zu geben, worum sie Mich bitten werden“ (Tagebuch, 1541). Auch an anderer Stelle im Tagebuch lesen wir: „Oh, welch große Gnaden werde Ich den Seelen verleihen, die diesen Rosenkranz beten werden. Das Innerste Meiner Barmherzigkeit bewegt sich für diejenigen, die dieses Gebet beten. Schreibe diese Wor – te auf, meine Tochter, verkünde der Welt Meine Barmherzigkeit. Möge die ganze Menschheit Mei – ne unergründliche Barmherzig – keit kennenlernen. Das ist das Zeichen der Endzeit. Danach kommt der Tag der Gerechtig – keit. Solange noch Zeit ist, sol – len sie zur Quelle Meiner Barm – herzigkeit Zuflucht nehmen; sie sollen das Blut und das Wasser, das für sie entsprang, nutzen“ (Tagebuch, 848).

„Wenn es auch der verhärtetste Sünder sein sollte, so wird er, wenn er nur einmal diesen Rosenkranz betet, Gnade von Meiner unendlichen Barmherzigkeit erlangen“ (Tagebuch, 687)

Der Barmherzigkeitsrosenkranz enthält eine außerordentliche Kraft und eine Dynamik. Wenn wir uns seine Worte genauer anschauen, kön – nen wir darin Elemente der Eucharis – tie erkennen. Während der hl. Messe opfert der Priester Jesus dem Vater auf, für uns und für die ganze Welt. Ähnlich ist es beim Barmherzig – keitsrosenkranz. Nur, dass wir es sind, die dem Vater den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit, also den ganzen Jesus aufopfern. Wir tun dies zur Sühne für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt. Es ist ein Gebet, das uns, den Menschen des 20. und 21. Jahrhun – derts, gegeben wurde. Warum ge – rade uns? Jesus weiß es. Er selbst nannte dieses Gebet den „Letzten Rettungsanker“.

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