2017-4 Geschichte Katholische Kirche

Die prophetische Vision des Dritten Geheimnisses von Fatima

Der dritte Teil des Geheimnisses von Fatima handelt von den Konsequenzen der Glaubens- und Moralkrise in der Menschheitsgeschichte. Es kündigt an, was geschehen wird, wenn der Aufruf zu Buße und Bekehrung, der in der Botschaft von Fatima enthalten ist, ignoriert wird.

Die Muttergottes hat uns in Fatima daran erinnert, dass die Quelle des größten Übels und aller menschlichen Unglücke die Ablehnung Gottes ist, die Akzeptanz der Sünde, und die vollkommene Unerreichbarkeit für Gottes Barmherzigkeit. Gott der Herr, der immer jeden Menschen liebt und um jeden besorgt ist, will uns den schwierigen Weg des Heranreifens zur Liebe und zum ewigen Leben im Himmel führen. Wenn aber ein Mensch Christus ablehnt und sich den Anforderungen, die Sein Gesetz der Liebe stellt und die im Dekalog und in den Moralgesetzen ausgedrückt sind, nicht fügen will, dann übergibt er sich der Herrschaft des Satans. Die Konsequenz einer solchen Entscheidung ist die Abwesenheit von Liebe und ein Leben in schrecklicher Versklavung, was letzten Endes zu einer Ewigkeit in der Hölle führen kann.

Am 25. März 1984 weihte Johannes Paul II. in Vereinigung mit allen Bischöfen die ganze Welt, darunter auch Russland, dem Unbefleckten Herzen Mariens

Aus der Perspektive von 100 Jahren

Der im Jahre 2000 auf Anweisung des hl. Johannes Paul II. veröffentlichte Text des dritten Geheimnisses von Fatima hat den Charakter einer apokalyptischen Vision. Diese prophetische Vision spricht in symbolischer Weise von großen Verfolgungen, von Leiden und vom Märtyrertod vieler Jünger Jesu Christi, sowie von Kriegen, die ausbrechen werden, wenn die Menschen den Aufruf zur Bekehrung nicht annehmen. Und wirklich, Kriege und blutige Verfolgungen wurden durch atheistische Ideologien ausgelöst, die gegen Gott kämpften, insbesondere aber durch den Kommunismus und den Nationalsozialismus.

Nach den Erscheinungen im Jahre 1917 wurde die Botschaft von Fatima in vielen europäischen Ländern ignoriert, eine ernsthafte Glaubenskrise und ein Verfall der Moral traten ein. Aus einer Perspektive von 100 Jahren seit diesen Marienerscheinungen können wir feststellen, dass man im dritten Geheimnis von Fatima viele dramatische Ereignisse des 20. Jahrhunderts erkennen kann.

In Russland übernahmen 1917 die Kommunisten die Macht, die mit diabolischem Hass Kirchen zerstörten und beinahe den gesamten Klerus sowie Millionen von gläubigen Menschen ermordeten.

Aus einer Perspektive von 100 Jahren seit diesen Marienerscheinungen können wir feststellen, dass man im Dritten Geheimnis von Fatima viele dramatische Ereignisse des 20. Jahrhunderts erkennen kann

In Deutschland dagegen verbreitete sich die Ideologie des Nationalsozialismus sowie der Kulturmarxismus. An der Universität in Frankfurt stellten die Begründer der sogenannten Frankfurter Schule die Existenz einer objektiven Wahrheit infrage. Sie behaupteten, jegliches Böse komme von der christlichen Morallehre, die von der Katholischen Kirche verkündet wird. Sie verurteilten die eheliche Treue und riefen zur Trennung von Sexualakt und Fortpflanzung auf. Die Abtreibung erklärten sie zum Menschenrecht, während sie die Ehe, die Mutterschaft und die Familie verneinten, dabei aber Homosexualität und andere sexuelle Abweichungen vollkommen akzeptierten. Der Mensch wurde von ihnen auf ein Tier reduziert, dessen einziger Lebenssinn das sexuelle Vergnügen ist.

Im Jahre 1933 kamen in Deutschland durch demokratische Wahlen Hitler und die Nationalsozialisten an die Macht, die von bösen Mächten besessen waren und Christus und Seine Kirche hassten. Von einer satanischen Ideologie beherrscht, verursachten sie den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und den größten Völkermord in der Menschheitsgeschichte.

Im 20. Jahrhundert starben mehr Christen durch den Hass anderer auf ihren Glauben als in den ersten neunzehn Jahrhunderten seit der Geburt Christi. In Mexiko ermordete in den Jahren 1926 bis 1930 die atheistisch-freimaurerische Regierung auf bestialische Weise hunderttausende von gläubigen Menschen, darunter tausende von Geistlichen, und zwar nur deswegen, weil sie als Katholiken ihren Glauben praktizierten. Eine ähnliche Situation gab es auch in Spanien in den Jahren 1936 bis 1939, als atheistische Regierungen von Sozialisten und Kommunisten, getrieben von Hass auf Christus, 13 Bischöfe, 4184 Priester, 2648 Ordensleute sowie zehntausende von gläubigen Laien ermordeten.

Die Katholische Kirche wurde sowohl vom Kommunismus, als auch vom Nationalsozialismus als größter Feind behandelt, den man vernichten musste. Das endgültige Ziel beider Totalitarismen war die vollkommene Zerstörung des Christentums. Deshalb wurden Geistliche und Gläubige auf so kompromisslose und bestialische Weise gefoltert und gemordet, sowohl in den sowjetischen Lagern, als auch in den deutschen Konzentrationslagern.

Die Geschichte lehrt uns, dass immer, wenn die Menschen Christus und das christliche Wertesystem ablehnten, dies zur Entstehung verbrecherischer totalitärer Systeme führte, zu Völkermord, einem Niedergang der Kultur und der Freiheit sowie zu moralischer Degeneration jener Gesellschaften – also zur Schaffung einer wahren Hölle auf Erden.

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