2018-1 Zeitgenössische Bedrohungen

Ich bin der Herr, dein Gott

Apr 20, 2018 Małgorzata Sołtyk

Der Herrgott hat den Menschen aus Liebe erschaffen und ihn mit vielen Gaben ausgestattet, auch mit der Gabe der Freiheit. Wenn der Mensch diese auf falsche Weise nutzt, sich von Gott abwendet und in den Einflussbereich des bösen Geistes gerät, dann setzt er sich selbst dem zerstörerischen Wirken Satans aus.

Der Mensch kann seine Freiheit falsch nutzen und sich auf diese Weise sogar seinem Schöpfer widersetzen. Gott warnt den Menschen vor einem solchen Handeln. Als er Moses den Dekalog offenbart, erlässt der Schöpfer als erstes das Verbot, andere Götter anzubeten: „Du darfst dich nicht vor einem andern Gott niederwerfen. Denn Jahwe trägt den Namen »der Eifersüchtige«; ein eifersüchtiger Gott ist er“ (Ex 34,14). Gott gegenüber untreu zu werden, der die Quelle alles Guten und jeglichen Lebens ist, zieht ernsthafte Konsequenzen nach sich. Der Mensch betritt auf diese Weise den Bereich des destruktiven Wirkens des bösen Geistes und kann letztendlich die ewige Verdammnis auf sich herabziehen.

Die Versuchung

Das erste Gebot des Dekalogs bezieht sich nicht nur auf die Anbetung von Götzen im Rahmen heidnischer Kulte. Dieses Verbot betrifft ebenso alle Praktiken, die sich auf das Wirken übernatürlicher Kräfte berufen, deren Quelle nicht Gott ist, also auf Magie und Okkultismus. Solche Praktiken sind eine schwere Sünde, die das Band zwischen Gott und dem Menschen zerreißen und den Verlust von Gottes Gnade sowie die Übergabe an die Macht der Dämonen bewirken, und die schließlich zur Verdammnis führen können.

Wenn der Mensch verzweifelt oder von Schwierigkeiten niedergedrückt ist, muss er sich vor dem Satan hüten, der alles versuchen wird, diesen Moment der Schwäche auszunutzen und ihn auf den falschen Weg zu führen

Warum suchen heute, im 21. Jahrhundert, in einer rationalen Welt der dynamischen Entwicklung von Wissenschaft und Technik immer noch so viele Menschen Zuflucht in verschiedenen irrationalen Praktiken? Dies geschieht aufgrund der Krise des Glaubens an Gott (auf die Benedikt XVI. in seinem Brief Porta fidei zur Eröffnung des Glaubensjahres hinwies). Trotz ihrer weitreichenden Möglichkeiten sind Wissenschaft und Technik nicht in der Lage, alles zu erklä- ren oder alle menschlichen Probleme zu lösen. Ein Mensch, dem es an Glauben und an Vertrauen zu Gott fehlt, ist imstande, an alles Mögliche zu glauben und dort nach Hilfe zu suchen, wo er es nicht tun sollte. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele: Heilung bei einem Bioenergotherapeuten suchen, eine Wahrsagerin über die Zukunft befragen; Liebe, Erfolg, Schutz und vieles mehr „herbeizaubern“ wollen.

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