2018-2 Zeugnisse

Kann man Gott für Unfruchtbarkeit danken?

Mai 09, 2018 Zeugnis

Die Worte: „Gott, wir danken Dir für unsere Unfruchtbarkeit“ kamen zu Beginn ausschließlich von der Ebene des Verstandes her. Mit der Zeit waren wir imstande, auch auf der Ebene des Herzens zu danken

Wir sind seit 2015 verheiratet. Bereits vor der Hochzeit haben wir wegen hormoneller Probleme bei meiner Frau, die ihren Zyklus beeinflussten, einen Arzt konsultiert und eine Behandlung begonnen. Nach der Hochzeit, nachdem wir uns ein halbes Jahr erfolglos um ein Kind bemüht hatten, suchten wir Rat in einer Klinik für Naprotechnologie.

Wir wollten nicht länger warten und diese fruchtlosen Bemühungen fortsetzen, obwohl erst ein bis zwei Jahre erfolgloser Bemühungen eine Grundlage für die Suche nach dem Problem darstellen. Leider stellte sich heraus, dass die Ursache der nicht erfolgenden Zeugung bei uns sowohl auf Seiten des Mannes, als auch der Frau lagen.

Unsere Ehe vertrug die Monate der Behandlung sehr schlecht; die Hände voller Tabletten, die man jeden Tag einnehmen musste, die Enttäuschungen, die mit jedem weiteren Zyklus ohne Schwangerschaft erfolgten. Trotz der kurzen Zeit (anderthalb Jahre erfolgloser Bemühungen) erfuhren wir eine tiefe emotionale und geistige Krise. Obwohl wir uns liebten, konnten wir uns nicht am Alltag freuen, und jeder neue Tag war von Trauer und Bedauern erfüllt.

Im Sommer 2016 gingen wir zu einer Wallfahrt nach Jasna Gora in Tschenstochau. Viele Menschen beteten für uns (die Novene von Pompei, den Himmelssturm der Gemeinschaft des Kämpferbundes, Gebete der Franziskanerinnen von der Familie Mariens). Überall baten wir um Gebet. Auch wir selbst begannen, Gott in unserer Situation zu loben, Ihm für unsere Unfruchtbarkeit zu danken, die wir ja nicht wollten. Wir versuchten, darauf zu vertrauen, dass Gott aus dem Leiden, das wir erfuhren, noch größeren Segen machen würde.

Nach unserer Rückkehr von der Wallfahrt erfuhren wir, dass unsere Untersuchungsergebnisse sich sehr verschlechtert hatten, insbesondere die des Ehemanns. Das war für uns ein harter Schlag, denn wir zählten darauf, dass das Gebet und unsere aufgeopferten Leiden auf dem Weg nach Jasna Gora uns bei Gott die Gnade der Zeugung eines Kindes erlangen würden. Doch leider mussten wir die nächsten Etappen der Behandlung durchmachen, die langsam unsere psychischen und finanziellen Möglichkeiten zu überschreiten begannen…

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