2018-2 Zeitgenössische Bedrohungen

Trügerischer Mystizismus

Mai 09, 2018 Małgorzata Sołtyk

„»Du bist Gott gleich. Du bist ein Schöpfer. Du kannst deine wahre Göttlichkeit verwirklichen« – dies sind die Verheißungen des New Age. Diese Art zu denken verspricht wunderbare Lösungen für verschiedene Lebensprobleme, doch viele seiner Rezepte führen auf Wege, auf denen das Leben von dämonischen Kräften beherrscht wird“, berichtet Moira Noonan, und ihre Lebenserfahrung bestätigt diese Worte.

„Genau dies ist mir passiert“, fährt Moira fort. „Über zwanzig Jahre lang habe ich die Lehren von zig esoterischen Schulen erforscht und praktiziert. Am Anfang suchte ich Erleichterung wegen meiner chronischen Schmerzen, aber dann wurde ich eine hingebungsvolle Anhängerin der New-Age- Triade, die die Idee des Selbstkultes ausdrückt [Me, Myself and I, wörtlich aus dem Engl.: Ich, Ich selbst, Ich – Anm. d. Red.]. Innerhalb weniger Tage wurde ich davon befreit, aber es brauchte einige Jahre, bis eine echte Bekehrung in mir stattfand.“

Besser, weil importiert?

Moira Noonan, die das New Age dank Gottes Gnade aufgegeben hat, beschreibt in ihrem Buch Ransomed from Darkness: The New Age, Christian Faith and the Battle for Soul, wie sich Praktiken aus fernöstlichen Glaubensrichtungen gegen Ende des 20. Jahrhunderts in den USA weit verbreiteten, und dann auch in Europa. In die Massenkultur, in Bereiche wie Gesundheit, Ernährung, Sport, zwischenmenschliche Beziehungen, Persönlichkeitsbildung und viele andere drang der Okkultismus ein. Und dies sind nur einige Beispiele. „Die Beatles haben die Welt für Maharishi Mahesha Yogi geöffnet, den Urheber der transzendentalen Meditation. Sie sind auch selbst nach Indien gereist, um in seinem Ashram zu leben. Zur gleichen Zeit verlegten zahlreiche hinduistische Gurus ihre Tätigkeit auf den lukrativeren amerikanischen Boden. Die Einflüsse der Religion des Ostens waren allgegenwärtig“, berichtet Noonan. Im Leben vieler Menschen, auch dem von Moira, „begann es mit diesem verführerisch umverpackten, amerikanisierten Hinduismus, der damals der neugierigen Jugend des Westens verkauft wurde.“ Von dieser Anfangsfaszination war der Weg nicht weit, um tiefer in Praktiken einzudringen, die mit dem Glauben und der Spiritualität des Christentums völlig unvereinbar waren.

„Einen Moment zuvor fühlte ich mich, als sei ich wortwörtlich durch geistige Wesen hindurchgeschwommen. Das war gespenstisch, einfach ekelhaft. Ich hatte den Eindruck, in Blut zu schwimmen, so dickflüssig war das“ (M. Noonan)

Es wirkt!

Viele Jahre lang übte sich Moira Noonan in verschiedenen okkultistischen Praktiken und erlangte solche Fähigkeiten wie Hellseherei und Hellhörerei. Auch hatte sie Wissen über die intimen Angelegenheiten von Menschen, die zu ihr kamen, sie sah und hörte Geister und konnte mit ihnen in Verbindung treten. Als sie mit diesen okkultistischen Praktiken begann, hatte Moira gute Absichten: Sie wollte sich selbst helfen (zunächst die Schmerzen nach einem Unfall loswerden, dann geistige Erleuchtung erlangen), und sie wollte anderen helfen. Nach ihrer Bekehrung stellte sie jedoch fest, dass das scheinbar Gute der Absicht und die vermeintlich positiven Effekte der okkultistischen Praktiken eine schreckliche Wirklichkeit bargen. Als Beispiel können hier die Begegnungen dienen, bei denen Moira und ihre Instrukteurin, Dr. Ann Makeever, angeblich mit Verstorbenen in Kontakt traten: „Die Menschen kamen häufig zu unseren Seancen, um mit verstorbenen Angehörigen Kontakt aufzunehmen. Doch sie sahen etwas anderes. In Wirklichkeit riefen sie unbewusst die Dämonen an. Die Dämonen spielten jede Rolle, die von ihnen erwartet wurde: ob Verwandte, Geister von Leitern oder von Bekannten.“ Die Dämonen – sehr intelligente Wesen, die jedoch gleichzeitig dem Bösen durch Lügen und Manipulationen vollkommen hingegeben sind – verführten und verführen immer noch auf diese Weise Menschen, die Gottes Gebote für nichtig erachten – Gesetze, die sie doch eigentlich nur schützen sollen. Denn sowohl die Heilige Schrift (vgl. Dtn 18,11), als auch der Katechismus der Katholischen Kirche (vgl. KKK 2116) verbieten ausdrücklich die Kontaktaufnahme mit Verstorbenen, also die sog. Nekromantie.

„Die Menschen kamen häufig zu unseren Seancen, um mit verstorbenen Angehörigen in Kontakt zu treten. […] In Wirklichkeit riefen sie unbewusst die Dämonen an. Die Dämonen spielten jede Rolle, die von ihnen erwartet wurde: ob Verwandte, Geister von Leitern oder von Bekannten“ (M. Noonan)

Da sie Gottes Gesetze gut kennen, tun die bösen Geister alles, um die Menschen dazu zu bringen, diese zu brechen. Zu diesem Zweck rufen sie sogar verschiedene spektakuläre Phänomene hervor, worüber Moira Noonan ebenfalls berichtet, wenn sie von Seancen schreibt, bei denen „Tische herumwirbelten“ und „in den Himmel aufgefahrene“ Meister herbeigerufen wurden: „Wir wurden sogar von Wissenschaftlern der NASA fotografiert. Sie veröffentlichten später ein Foto, bei dem sich der Tisch gerade in die Höhe erhob. Die Tischbeine sahen auf dem Bild aus wie vier helle Lichtstrahlen, angebliche Energiebündel. Doktor Makeever [Mitbegründerin der okkultistischen Methode der Inneren Lehre Christi, Anm. d. Red.] organisierte regelmäßig Massenveranstaltungen in einem Freimaurertempel in San Diego. Wir machten diese Versammlungen durch Flüsterpropaganda in der New-Age-Gemeinde bekannt – in den Kirchen von der »Lehre über den Verstand« und ähnlichen. Leute aus ganz Südkalifornien kamen dazu zusammen, und unter ihnen – nicht zum ersten Mal – viele Hollywoodstars. Die Seancen und Sitzungen mit dem herumwirbelnden Tisch in Gegenwart von über fünfhundert Personen zogen sich über Stunden hin. Die in dem Tempel versammelten Zuschauer dachten sich: »Das ist mal was! Hier haben wir eine echte Verbindung zur geistigen Welt!« Diese Verbindung führte jedoch zum Gefolge von Luzifer, dem größten Engel der Finsternis, der es liebt, sich als Engel des Lichts auszugeben.“ Die effektvollen Tricks der Dämonen zogen Scharen von Menschen an und faszinieren bis heute, selbst Menschen aus der Wissenschaft. Gerade deshalb sind Zeugnisse von bekehrten Menschen so wichtig, die den Okkultismus verworfen haben und die Wahrheit darüber aufzeigen können. Moira Noonan richtet an alle einen entschiedenen Appell: „Bedenkt die Tatsache, dass diese Praktiken wahrhaftig existieren – das sind nicht einfach nur Tricks. Sie haben ihren Anteil an dem, was man mit dem Wort Spiritismus beschreibt, vor dem uns die Bibel warnt. Im Buch Deuteronomium und an anderen Stellen stellt uns Gott die Sache ganz klar da: Haltet euch fern von jeder Art von Mediumismus, von Zauberei und Hellseherei. Der Prophet Jeremia warnte die Menschen, sie sollten nicht in den Sternen nach Zeichen der Zukunft suchen. Die Bibel sagt stets ganz klar, dass solche Dinge nicht praktiziert werden dürfen“ (s. Dtn 18,9-14; Lev 20,27; Apg 16,16-18).

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