2018-2 Glaube

Übergib dein Kind der Muttergottes

Was kann man tun, um sein Kind vor dem Bösen und vor Ärgernissen zu bewahren? Sind die Bemühungen von Eltern angesichts der Aggressivität des Bösen zum Scheitern verurteilt?

Einen besonderen Platz im Erziehungskonzept des Dieners Gottes, Pfarrer Aleksander Woźny (1910-1983), der den Lesern von „Liebt einander!“ schon bekannt sein dürfte, hat die Praktik, dass die Eltern ihr Kind der Muttergottes übergeben. Dass sie es nicht nur unter Ihren Schutz stellen, sondern es im vollen Wortsinn übergeben, ganz, als Ihr Eigentum. Es geht hier auch nicht um die Bereitschaft, etwas Außergewöhnliches zu tun, um Maria zu ehren, sondern vielmehr um die Bereitschaft, Ihr großes Geschenk an uns und unser Kind anzunehmen.

Der Gedanke an die Übergabe eines Kindes an die Muttergottes kann im ersten Augenblick überraschend erscheinen. Der Autor selbst stellt im ersten Satz der dieser Angelegenheit gewidmeten Lehre fest: „Es fällt uns oft schwer, das zu verstehen.“ Doch eigentlich geht es hier um nichts anderes, als um die volle Verwirklichung der Verpflichtungen, welche aus der Taufe des Kindes resultieren. Die Taufe, um die die Eltern bitten, ist doch eine Übergabe des Kindes an Gott, eine Entscheidung für Gott, und eine Abkehr vom Bösen und von allem, was zum Bösen führt – vor allem zu Egoismus und Stolz.

„Wenn du dein Kind vollkommen dem Einfluss der Heiligsten Mutter unterstellst, kannst du sicher sein, dass es völlig individuell, als völlig einzigartig auf der Welt, erzogen und behandelt wird“ (Pfr. A. Woźny)

Der scheinbar schwierige Weg, sein Kind Maria zu übergeben, und durch Sie Gott, erweist sich für jene, die ihn gehen, schließlich als einfachster und sicherster Weg. Für diejenigen, die sich davor fürchten, ist es wichtig, ihn erst einmal nicht von vornherein abzulehnen, sich ihm nicht zu verschließen. Und dann ist auch der erste Schritt wichtig: mit Gottes Hilfe diesen Weg betreten. Die Erfahrung lehrt, dass er dann manchmal immer leichter, klarer und selbstverständlicher wird. Viele Menschen sind froh darüber, dass sie diesen Weg bei der Erziehung ihrer Kinder gegangen sind; mit Sicherheit gibt es niemanden, der dies bereut hätte.

Im Folgenden veröffentlichen wir einen Text, in dem der Diener Gottes, Pfarrer Aleksander Woźny, vor etwa vierzig Jahren etwas von seiner Lehre dargelegt hat. Auch wenn er an Mütter gerichtet ist, so bezieht er sich doch ebenso auf Väter.

Das, was ich nun sage, ist sehr wichtig, und doch fällt es uns oft schwer, es zu verstehen… Die Liebe ist die wichtigste Tugend. Man kann den Menschen nur durch Gott wahrhaftig lieben. So ist es wirklich.

Von welcher Seite droht deinem Kind – gleichgültig, ob es ein Jahr alt ist, fünf Jahre oder 19 Jahre, oder ob es noch gar nicht geboren wurde – die größte Gefahr? Von dir als Mutter. Wenn ein Fremder dein Kind zu etwas Bösem überreden will, dann kann sich das Kind widersetzen. Wenn der böse Geist es in Versuchung führt, dann wird es, selbst wenn es ein, zwei Mal fällt, später wieder aufstehen. Doch wenn diese Versuchung von dir kommt, dann wird es ihm schwer fallen zu glauben, dass du es zu etwas Bösem überreden könntest, und es wird darauf eingehen…

Wann droht deinem Kind eine solche Gefahr von deiner Seite? Wenn du dich selbst mehr liebst als dein Kind. Wenn du nicht mit der Seele deines Kindes umgehen kannst, kannst du es so verderben, deinem Kind ein solches Unrecht zufügen, dass du nicht in der Lage sein wirst, es wieder gutzumachen.

„Doch eigentlich geht es hier um nichts anderes, als um die volle Verwirklichung der Verpflichtungen, welche aus der Taufe des Kindes resultieren. Die Taufe, um die die Eltern bitten, ist doch eine Übergabe des Kindes an Gott, eine Entscheidung für Gott, und eine Abkehr vom Bösen und von allem, was zum Bösen führt“ (Pfr. A. Woźny)

Wenn du ehrlich in dich hineinschaust, dann wirst du schließlich zugeben, dass du selbst deinem Kind das größte Unrecht zugefügt hast. Ich möchte dich dadurch nicht anklagen, sondern ich empfinde herzliches Mitgefühl für dich… Ich kenne viele ältere Mütter, die dies jetzt zugeben.

Deine Verblendung entspringt deiner Eigenliebe. Du solltest unbedingt dir selbst entsagen. Der Herrgott hat dir das Recht auf ein Kind gegeben, aber du selbst könntest von diesen deinen Rechten den schlechtesten Gebrauch machen. Der Anschein kann ein anderer sein, aber du wirst in der Tiefe deiner Seele in Wirklichkeit an dich selbst denken. Auch wenn du ein Recht auf dein Kind hast, verzichte freiwillig auf dieses Recht. Übergib dein Kind der Muttergottes und bitte Sie, dass Sie es dem Herrn Jesus übergibt. Vielleicht hast du bereits den Charakter deines Kindes verdorben, aber Sie wird das ändern und wird es »geheilt«, erzogen, »gewaschen und gekämmt« dem Herrn Jesus übergeben.

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