2018-3 Die Wissenschaft und der Glaube

Die Wahrheit über die unsterbliche menschliche Seele

Atheisten und Marxisten negieren nicht nur die Existenz Gottes, sondern sie behaupten auch, der Mensch habe keine unsterbliche Seele und sei nur ein vernunftbegabtes Tier.

Wir wissen aus der Offenbarung, dass der Mensch im Augenblick seiner Erschaffung von Gott mit einer außergewöhnlichen Würde beschenkt wird. Der Herrgott schafft ihn als Sein Bild und Gleichnis, das heißt, aus dem Menschen strahlt der Glanz der Realität Gottes selbst. „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie“ (Gen 1,27). Der Mensch ist ein materieller Körper und eine individuelle, immaterielle, unsterbliche Seele, die mit Geisteskräften ausgestattet ist, zu welchen diese gehören: der Verstand; das Gewissen, das die Erkenntnis von Gut und Böse ermöglicht; der freie Wille; die Fähigkeit zu lieben. Im Katechismus der Katholischen Kirche lesen wir, dass es die unsterbliche menschliche Seele ist, die bewirkt, „dass der aus Materie gebildete Leib ein lebendiger menschlicher Leib ist. Im Menschen sind Geist und Materie nicht zwei vereinte Naturen, sondern ihre Einheit bildet eine einzige Natur“ (KKK 365).

Zur Unsterblichkeit schuf Gott den Menschen

Als Gott die Menschen schuf, „Ihm selbst ähnlich [,] hat er sie mit Kraft bekleidet und sie nach seinem Abbild erschaffen“ (Sir 17,3). Durch die unsterbliche menschliche Seele, ist der Mensch, wie der hl. Johannes Paul II. schreibt, „in der Welt eine Offenbarung Gottes, ein Zeichen Seiner Gegenwart, eine Spur Seiner Herrlichkeit (vgl. Gen 1,26-27; Ps 8,6). […] Das Leben, das Gott dem Menschen schenkt, ist weit mehr als ein zeitlich-irdisches Dasein. Es ist ein Streben nach einer Lebensfülle; es ist Keim einer Existenz, die über die Grenzen der Zeit hinausgeht: »Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht« (Weish 2, 23)“ (Evangelium vitae, 34).

Der Herr Jesus spricht ganz deutlich davon, dass der Mensch eine unsterbliche Seele hat: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann“ (Mt 10,28).

Der Mensch ist ein materieller Körper und eine individuelle, immaterielle, unsterbliche Seele, die mit Geisteskräften ausgestattet ist

Wenn der hl. Paulus hingegen vom Menschen schreibt, weist er auf den sterblichen Leib sowie auf die unsterbliche Seele hin, zu deren Bezeichnung er die Termini „psyche“ und „pneuma“ verwendet – als Prinzip des übernatürlichen Lebens: „euren Geist, eure Seele und euren Leib“ (1 Thess 5,23). Und im Zweiten Brief an die Korinther (5,1-10) nennt der hl. Paulus den Tod „aus dem Leib auswandern“. Das unzerstörbare geistige „Ich“, also die Seele, „wandert aus dem Leib aus“ und lebt in Christus.

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