2018-4 Glaube

Antworten auf einige Fehler der Reformation

Die Reformation Luthers war eine der größten Sünden in der Geschichte der Kirche, eine große Wunde am Leib Christi. Die tragischen Folgen dieser Sünde dauern bis auf den heutigen Tag an.

Als der lutherische Pastor Ulf Ekman sich mit der Lehre über die Kirche befasste, stellte er sich die Frage: Sind die Reformation und die folgenden weiteren Spaltungen ein Werk des Heiligen Geistes? Oder handelt es sich um eine Frucht der Sünde, des menschlichen Hochmuts und des Ehrgeizes?

Nach vielen Jahren intensiver Studien protestantischer und katholischer Theologie wurde Ekman bewusst, dass jede Spaltung innerhalb der Kirche etwas sehr Schlechtes ist, und eine große Wunde, die Jesus zugefügt wird. Jesus will nicht, dass man Seinen mystischen Leib zerteilt. Die Einheit der Christen hat ihre Quelle in der Liebe Gottes, die eine vollkommene Gemeinschaft der drei göttlichen Personen ist. Jede Teilung ist eine Folge der Sünde, sie zerstört die Gemeinschaft, trennt uns von Gott und anderen Menschen. Die Reformation Luthers war also eine der größten Sünden in der Geschichte der Kirche.

Sind die Reformation und die folgenden, weiteren Spaltungen ein Werk des Heiligen Geistes? Oder handelt es sich um eine Frucht der Sünde, des menschlichen Hochmuts und des Ehrgeizes?

Entgegen der göttlichen Offenbarung behauptete Luther, dass der Mensch über keinen freien Willen verfügt und somit keine Verantwortung für seine Sünden trägt. Wer ist also der Hauptverantwortliche für das Böse? Die Antwort Luthers ist schockierend: Für das Schlechte in der Welt ist Gott verantwortlich. In seiner Korrespondenz mit dem Philosophen Erasmus von Rotterdam schrieb Luther: „Nur du, Erasmus, hast mich richtig verstanden. Es geht mir nicht um den Ablasshandel, auch nicht um das Fegefeuer oder das Papsttum, sondern ausschließlich um den versklavten Willen, der mein Hauptthema ist. Nicht der arme Mensch ist schuld, sondern der ungerechte Gott. Gott hat verursacht, dass Adam sündigte. Gott hat verursacht, dass Judas zu einem Verräter wurde. Gott als der Schöpfer des Guten und des Bösen.“ Auf dieser blasphemischen Feststellung hat Luther seine ganze Lehre aufgebaut. Er lehrte dies entgegen der Tradition der Kirche und der Heiligen Schrift, in der Gott uns bewusst macht, dass Menschen und Engel einen freien Willen haben. Deshalb sind die Verursacher alles Bösen in der Welt verständige und freie Geschöpfe. Gott hingegen ist der Schöpfer des Guten und der Liebe.

Du bist Petrus, der Fels

Im Jahre 2004 fuhren Ulf Ekman und seine Frau Brigitta nach Rom zu einem Treffen des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen. Nachmittags gingen sie in den Petersdom. Ihre Besichtigung begannen sie mit der Vatikanischen Nekropole, die sich unter dem Dom befindet. Diese Nekropole wurde in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts in der Zeit des Pontifikats von Papst Pius XII. entdeckt. Es ist ein Begräbnisort aus der Zeit des Alten Roms, der während des Baus des ersten Doms durch Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert mit Erdmassen bedeckt wurde. Bei Ausgrabungen fand man das Grab des hl. Petrus genau unter dem Hauptaltar des heutigen Doms. Der Gang durch die engen Gassen der Nekropole aus den Zeiten des Alten Roms sowie der Anblick des Grabes des hl. Petrus war ein großes Erlebnis für Ulf. Es wurde ihm bewusst, dass er vor dem Grab des Apostels stand, zu dem Jesus gesagt hat: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16,18). Der heilige Petrus ist Kephas, der Fels, auf dem Jesus seine Kirche aufgebaut hat. Die Kirche Christi ist katholisch, also allgemein, und das Amt und der Dienst des hl. Petrus werden in der Person eines jeden Papstes fortgesetzt. Ulf wurde klar, dass es keine biblischen Grundlagen gab, aufgrund derer Luther das Primat Petrus verwerfen konnte. Indem Er den Apostel Petrus zu seinem Nachfolger bestimmte, garantierte Jesus die Einheit und Fortdauer der Kirche. Jeder Papst erfüllt das Petrusamt, um in Demut und Liebe den Glauben und die Einheit der ganzen Kirche zu bewahren. Es ist ein Amt, das Jesus jedem weiteren Papst, dem Nachfolger des hl. Petrus, anvertraut. Es ist darin ist eine besondere Kraft Gottes und Dauer der Existenz bis zum Tag der Wiederkehr Christi enthalten.

Ulf Ekman verstand, dass der Glaube an die wirkliche Gegenwart Jesu in der Eucharistie zum Wesen des Christentums gehört

Jesus hat Petrus eine spezielle Aufgabe übertragen: Er gab ihm die Schlüssel, die die Autorität symbolisieren, im Namen Gottes „zu binden“ und „zu lösen“.

Jesus bezieht sich dabei auf das Buch Jesaja (22,20-22), wo von einem Verwalter die Rede ist, der eine bestimmte Funktion erfüllt. Er untersteht dem König, verfügt aber über eine große Autorität sowie Schlüssel, die öffnen und schließen können. Jetzt übergibt Jesus, der Messias und König, die Schlüssel dem Apostel Petrus und macht ihn zu einem Felsen, auf dem Er die Kirche baut. Doch Jesus selbst ist der Felsen, das Fundament (1 Kor 3,12; 10,4), der Eckstein, und die Gläubigen sind lebendige Steine des geistigen Tempels (1 Petr 2,4-8). Durch den Dienst und das Amt des Papstes führt und vereint Jesus Christus kraft des Heiligen Geistes seine Kirche.

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