2018-4 Alicja Lenczewska

Liebe und vertraue wie ein Kind

Dez 30, 2018 Redaktion

† Meine Kinder, fürchtet euch nicht davor, für die Welt klein zu sein, schwach und hilflos. Ich wünsche so sehr, euch zu führen, euch Schritt für Schritt zu begleiten. Ich will euch ständig in meinen Armen halten (Zeugnis, 590).

Man muss wie ein Kind werden, um in das Himmelreich einzugehen. Diese Botschaft des Evangeliums wiederholt Jesus auch in seinen Worten an Alicja Lenczewska (1934-2012). Hier einige Auszüge aus den geistlichen Tagebüchern der Stettiner Mystikerin:

– Ist der Weg der Kindschaft besser als andere?

† Für diese Zeiten ja. […] Der Geist der Kindschaft sollte alle durchdringen. In jeder Ordensgemeinschaft und im weltlichen Leben muss man mehr auf Meinen Willen hören als auf die Menschen. Wenn es Probleme mit dem Gehorsam gibt, muss man Mir seine Vorgesetzten und die Dinge, über die sie entscheiden, darbringen, damit Ich sie führe. Darbringen muss man sie mit Liebe und Vertrauen, und man muss geduldig und sanft sein. Ich liebe alle Meine Kinder und werde ihre Wege zu Mir ebnen (Z. 497).

– Was ist das wichtigste auf dem Weg der Gotteskindschaft?

† Die absolute Einhaltung der Treue, Vertrauen, Liebe und Selbsthingabe. Jene, die Meine Stimme hören, sollten wissen, dass dies die Berufung zu genau einem solchen Weg ist. Wenn sie dies begreifen und annehmen, werde Ich sie den Weg dieser Berufung führen. Ich selbst werde sie führen (Z. 348).

– Beruht der Weg der Kindschaft auf dem Verzicht auf jegliche Anstrengungen und darauf, alles auf Dich abzuwerfen? Einer solchen Einstellung bin ich begegnet.

† Ganz im Gegenteil! Es erfordert eine große Anstrengung, Mir alles hinzugeben. Eine ständige Wachsamkeit in Liebe und Sehnen. Und vor allem in der Annahme Meines Willens und seiner Erfüllung. Dies ist kein Weg des Ausruhens und der Bequemlichkeit, sondern der heroischen Hingabe und des Gehorsams. Wenn jemand Meinen Belehrungen gegenüber taub ist und bequem ist, dann füttert er andere mit seiner menschlichen Unvollkommenheit (Z. 487).

– Wir sind verurteilt, Herr, zu der Qual ständiger Entscheidungen und Fehler, denn wir sind schwach und unvollkommen infolge der Ursünde […].

† Deine Niederlagen und Fehler sollten keine Qual für dich sein. Wenn du dich ganz von der Eigenliebe befreist, dann wird deine Schwachheit das Motiv für die Freude eines kleinen Kindes in den Armen seines liebenden Vaters. Denn gerade darum, weil es schwach ist, trägt es der Vater und drückt es an Sein Herz. Und wenn es fällt, dann beugt Er sich zärtlich über es, um es aufzuheben und seinen Schmerz durch Seine Liebe wieder gutzumachen.

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