2018-4 Bekehrungen

Sie suchten und fanden

Der Gründer der protestantischen Kirche des Lebenswortes (Livets Ord), der weltberühmte Pater und Prediger Ulf Ekman, wurde nach vielen Jahren der Suche am 21. Mai 2014 katholisch. Sein Weg in die katholische Kirche war eine große geistige und intellektuelle Entdeckungsreise sowie die Erkenntnis der ganzen Wahrheit, die Jesus offenbart hat. Bei dieser faszinierenden Wanderung begleitete ihn seine Frau Brigitta.

Er verwarf die linke Hippie-Ideologie

Ulf Ekman wuchs im verweltlichten Arbeiterbezirk Göteborgs auf und hörte von der katholischen Kirche nur während der Religionsstunden sowie in den Massenmedien. Es handelte sich jedoch immer um kritische und negative Meinungen. Insbesondere negierte man die katholische Lehre über die Unauflöslichkeit der Ehe, über Verhütung und Sexualität, und lachte darüber. Von Jugend an wuchs Ulf in dieser antikatholischen Propaganda auf. Im Mai 1970 besuchte er seinen frisch zum Katholizismus bekehrten Freund, der ihm ein gemeinsames Gebet vorschlug. Während des Gebets fühlte Ulf sich schlecht und lief nach draußen. Als er sein Haus erreichte, kniete er sogleich nieder, vertraute sein ganzes Leben Jesus an und bat Ihn um die Vergebung all seiner Sünden. Dieses Ereignis veränderte sein ganzes Leben. Ulf verwarf die linke Hippie-Ideologie, an die er bisher geglaubt hatte, und fing an, täglich zu beten. Dank des Gebets fühlte er sich wie ein freies, behütetes und fröhliches Kind Gottes. Er schloss sich einer Gruppe von Christen aus verschiedenen kirchlichen Gemeinschaften an, die sich The Navigators nannten. Dort fing er an, die Bibel zu studieren. Bis dahin hatte er viele Bücher protestantischer Autoren gelesen, die die katholische Kirche als die Große Hure und den Papst als den Antichristen bezeichneten. Diese negative und feindliche Einstellung gegenüber der katholischen Kirche teilte sich Ulf mit. Erst die Lektüre des Buches Einführung in das Christentum von Kardinal Joseph Ratzinger setzte den langsamen Prozess der Befreiung von Feindseligkeiten, Aberglauben und Vorurteilen gegenüber Katholiken bei Ulf in Gang.

An Ostern 1976 fuhr Ulf nach Rom, wo er zum ersten Mal Papst Paul VI. sah, den die europäische Linke hasste und kritisierte, weil er in der Enzyklika Humanae vitae an die offenbarte Wahrheit über die Bedeutung der menschlichen Sexualität erinnerte und die Anwendung von Verhütungsmitteln eine Sünde nannte.

„In der katholischen Kirche fanden wir die Fortsetzung der Zeiten der Apostel und Jesu selbst und eine Kraft und Stabilität, die bewirken, dass die Pforten der Hölle ihr nichts anhaben können“ (Ulf Ekman)

Einige Monate später, während Exerzitien, begegnete Ulf der intelligenten, frommen und schönen Studentin Brigitta. Er verliebte sich unendlich in sie und wurde im Dezember 1976 ihr Ehemann. In jener Zeit faszinierte ihn die charismatische Pfingstlerbewegung sowie das Wirken des Heiligen Geistes im täglichen Leben der Menschen.

Im Dezember 1979 wurde Ulf Ekman zum lutherischen Pastor geweiht. Kurz darauf fuhr er mit der ganzen Familie in die USA, um dort an der Bibelschule Rhema zu studieren. Das war für ihn eine Zeit des geistigen Wachstums, in welcher sich jedoch auch sein Misstrauen gegenüber der katholischen Kirche vertiefte.

Die Kirche des Lebenswortes

Ulk kehrte im Jahr 1982 mit dem festen Entschluss nach Schweden zurück, eine Bibelschule zu gründen. Zu diesem Zweck berief er 1983 die Kirche des Lebenswortes in Uppsala ins Leben. So entstand eine lebendige und sich schnell entwickelnde Gemeinschaft betender Menschen, die die Bibel studierten. Die Anfänge der Bibelschule waren sehr bescheiden, doch ihre dynamische Entwicklung bewirkte, dass nach einigen Jahren bereits dreitausend Menschen daran teilnahmen. Das war erstaunlich. Nach Uppsala kamen Menschen aus verschiedenen Ländern, um die Bibelschule zu sehen und an Konferenzen mit mehreren tausend Menschen teilzunehmen. Viele Atheisten und Muslime bekannten dort ihren Glauben an Christus und ließen sich taufen.

Im Laufe der Jahre reisten aus dieser Gemeinschaft über sechstausend Menschen in Missionsländer. Nach 1989 reisten viele von ihnen in die Länder der ehemaligen Sowjetunion, um dort zu evangelisieren. Ihre missionarische Tätigkeit bewirkte, dass auf diesen Gebieten viele Bibelschulen und hunderte von christlichen Gemeinschaften entstanden. Einige von ihnen zählten einige Tausend Mitglieder. In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts war Ulf ein auf der ganzen Welt bekannter und geschätzter protestantischer Redner und Prediger

„Wenn in der katholischen Kirche die Fülle der offenbarten Wahrheit zu finden ist, kann ich dann, darum wissend, darauf verzichten, katholisch zu werden?“ (Ulf Ekman)

Die protestantische Kultur drückte Ulf und Brigitta ihren antikatholischen Stempel auf. Als im Juni 1989 Johannes Paul II. nach Schweden kommen sollte, war Ulf entschieden dagegen. Er schrieb Artikel und organisierte Gebetstreffen, damit es nicht zum Besuch des Papstes und einer Katholisierung Schwedens käme. So wie alle Protestanten verwarfen auch Ulf und seine Frau die „Häresien“ des Vatikans: die Lehre der katholischen Kirche über Maria, über den Papst, die Kirche, die Eucharistie und das Fegefeuer. Es vergingen noch einige Jahre, bevor die Ekmans verstanden, dass man Bücher katholischer Theologen lesen muss, wenn man ein wahres Bild von der katholischen Lehre bekommen will.

»Weiterlesen:
PDF Geschäft: https://pdf.milujciesie.org.pl/de/
Abonnement: https://liebt-einander.org/abonnieren